Wolfgang Hebold

Die Verheerung Europas *

Ein Tagebuch des Niedergangs
Montag, 12. August 2018
Späte Einsichten zeugen nicht von Weisheit

Eine Eigenschaft haben die meisten Linken gemeinsam: Sie halten sich für geistig reich und glauben, wenn sie als Linke etwas erkennen, dann wäre diese Erkenntnis mit besonderen Weihen versehen: Den Weihen der Linken.

Günter Grass hat für diese Art vermeintlicher Erkenntnishöhe mehr als ein Beispiel geliefert. Vor dem Erscheinen seines Buches über die Versenkung der »Wilhelm Gustloff« wäre jeder Verweis auf die deutschen Opfer einer Unterstützung der Falschen gleichgekommen; danach ändert sich das, denn nun hat Grass sich den Themas angenommen.

Ähnlich ergeht es der Kritik am deutschen Flüchtlingsherbst. Wer im September 2015 Thesen vertrat, die heute jeder Sozialdemokrat von seinem Rathausdach pfeift, der war flugs ein Nazi. Als späte Einsicht eines Sozialdemokraten in desaströsen Ergebnisse der Politik seiner Kanzlerin verkauft, erreicht sie den Rang einer Weisheit. Linke, die ein halbes Jahrhundert nach den Massenmorden durch linke Regime endlich erkennen, dass jenes Morden nicht besser war, als das Morden durch Nationalsozialisten, glauben sich trotz ihrer veritablen Faktenresistenz als weiterhin schlauer. Und hinter der nächsten Ecke verkaufen sie sich als die Weisen.

Dabei ist diese Art späte Einsicht in den meisten Fällen ein Fall von ideologischer Sturheit. Sarah Wagenknecht bietet gerade ein weiteres Beispiel für diese Art inszenierter Erkenntnis. Sie erklärt in der FAZ, Wähler der AfD wären keine Rassisten. Und es klingt, als wäre das jetzt eine gültige Wahrheit.

Tatsächlich war die Behauptung schon vorher eine billige demagogische Masche, wie sie die Propagandamaschinerie der SED nicht besser hätte hervorbringen können. Jeder, der nicht halbwegs benebelt war von den Ausdünstungen der Islamophilie, wusste das auch schon vor 3 Jahren. Aber nun ist es gleichsam amtlich, denn Frau Wagenknecht hat das erkannt. Und wenn Frau Wagenknecht das erkannt hat…

Dabei zeigt bereits ein kurzer Blick in die Geschichte, dass wohl kaum eine politische Gruppe so oft irrte mit ihrem Urteil, wie die politische Linke. Wie oft wurde der Kapitalismus für tot erklärt? – Ich mag es nicht zählen.

Und trotzdem umweht Linke der Nimbus des Klugen. Rechts gilt hierzulande als dumm; links genießt dagegen einen ganzen Kranz aus Vorschusslorbeeren. Sie gelten als die Meister der Worte. Und wer gut redet, kann nicht ganz falsch liegen mit seinem Urteil. Doch das ist eine Verwechslung. Wortgewandtheit zeugt nicht von Intelligenz, sondern allein von der Fähigkeit, mit Wörtern zu spielen. Es ist wie mit der Brille, die noch dem dümmsten Gesicht einen intelligenten Anstrich verleiht: Eine schöne Formulierung verleiht noch dem letzten Unsinn den Hauch des Durchdachten. Davon ernähren sich linke Schreiberlinge seit Jahrzehnten. In der Linken webt Frau Wagenknecht mit dieser Masche ihre Fäden. Und kaum einer merkt, dass es eine Laufmasche ist. Wahrscheinlich merken die meisten nicht einmal, wenn es nur noch Laufmaschen sind.

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Montag, 23. Juli 2018
Vollpfosten

Eines kann man Mesut Özil jedenfalls nicht vorwerfen: Er wäre sich untreu geworden. Denn in den letzten Monaten hat er sich dreimal als das erwiesen, was er ist: Ein Vollpfosten. Dazu braucht es auch keinen Videobeweis. Das erkennt jeder leicht mit bloßem Auge.

Zunächst war da der Skandal, als sich Özil mit »seinem Präsidenten« ablichten ließ. Helle Aufregung herrschte in Deutschland, unberechtigte Aufregung; denn damals hätte man längst wissen müssen, dass Özil mit dem überzeugten Moslem Erdogan vor allem eines verbindet: Der Islam. Wer Özil nun vorwirft, er unterwerfe sich einem herrschsüchtigen Möchte-Gern-Sultan und verabschiede sich von Werten, für die Deutschland stehe, der hat schon den Moslem Özil mit allen hierzulande üblichen Mitteln ignoriert. Es war Özil, der aus Mekka Photos schickte, die zeigten, wie stolz er ist, Moslem zu sein. Und der Islam steht nun einmal für Unterwerfung: Unterwerfung andrer Kulturen - Unterwerfung aber auch unter ein Wort und einen sogenannten Propheten.

Aber vielleicht ist Özil, wie viele Moslems, ja nur ein Opfer der in Deutschland herrschenden Religionslosigkeit. Sie, die in ihrer intellektuellen Beschränktheit, trotzdem nach Höherem suchen, werden in Deutschland nicht fündig. Also greifen sie zu dem Opiat, das schon zu Hause herumstand: Zum Koran. Warum sollte ein jugendlicher Fußballer anders reagieren als viele seiner Altersgenossen ?

Auch der Besuch bei Erdogan und das berüchtigte »Mein Präsident« verweist auf einen Mangel in Deutschland. Das sollten alle bedenken, die Özil Besuch und Ehrerbietung vorwerfen wollen. Das »Mein Präsident« sagt ja vor allem: In Deutschland ist niemand, in dem ich meinen Präsidenten erkenne. Speiste sich die deutsche Aufregung am Ende aus dieser unbewussten Erkenntnis ? Mein Präsident ist ein Herr Steinmeier jedenfalls nicht. Nicht weil ich ihn nicht gewählt haben würde. Ich hätte auch Weizsäcker nicht gewählt. Aber er war doch mein Präsident. Danach ging es langsam bergab. Horst Köhler ist der letzte gewesen, den ich mit »Mein Präsident« begrüßt haben würde. Er stand für unser Land und er trat ein für unser Land. In diesem Sinne ist Erdogan der Präsident aller Türken, also auch der Türken im Ausland und der Deutschen mit türkischen Wurzeln. Steinmeier steht für unser Land wie Woelki und Käßmann für den christlichen Glauben – nämlich gar nicht. Kaum jemand käme überhaupt auf den Gedanken, Steinmeier mit »Mein Präsident« anzureden. Er ist der Zählkandidat der Mehrheitsparteien.

Mit seinem Rücktritt macht Özil den Dreier jetzt voll, sozusagen ein politischer Hattrick. Genauer gesagt, ist es seine Erklärung. Denn sein Gerede vom deutschen Rassismus ist nichts weiter als die dritte Unterwerfung, nun die Unterwerfung unter die in Deutschland herrschende Ideologie und ihre Vertreter. Der Satz: »Diese Leute haben mein Bild mit Präsident Erdogan als eine Gelegenheit benutzt, ihre zuvor verborgenen rassistischen Tendenzen zum Ausdruck zu bringen, und das ist gefährlich für die Gesellschaft«, dieser Satz verbreitet den schlechten Atem des Gutdeutschen Reichs. Zu diesem bekennt Özil sich hier. Es ist sein Reich.

Seine Vertreter haben sich denn auch reflexartig mit den üblichen banalen Erklärungen auf seine Seite geworfen. »Und weil es um mehr geht: An alle Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichen Wurzeln: Wir gehören zusammen und wir akzeptieren Rassismus never ever.« Abgesehen vom schlechten Deutsch hätte jeder reichsdeutsche Propagandaminister diesen Appell an die Masse für wirksam befunden. Ein Plakat mit der Aufschrift »Meine Ideologie« stünde Özil sicher nicht schlecht. Im Hintergrund können sich dann all die intellektuellen Dünnbrettbohrer aufreihen. Das haben sie mit Özil gemeinsam: Die Dummheit, die idiotische Sprache, aber vor allem den Mangel an schlichter Vernunft: Jeden Tag das hohe Lied vom Anti-Faschismus verbreiten und dann dem Faschisten Erdogan Anerkennung zollen – so blöd muss man erst mal sein.

Mesut Özil ist ein Vollpfosten. Er plappert nach, was man ihm vorgibt und was er hört. Er ist ein Verwirrter, der sucht. Er leidet am Mangel: Am Mangel an Religion, an politischer Autorität und am eigenen Mangel an Intelligenz. Und er hat sie gefunden, seine Dreieinigkeit: Islam, Erdogan und Gutdeutschland. Sie passen zu seinem dreifachen Mangel. Vor denen kriecht er – wirklich und im übertragenen Sinne – im Staub. In diesem Sinne passt Mesut Özil bestens zum heutigen Deutschland. Dumm nur, dass dieses Deutschland beim Fußballern vollkommen versagt hat. Aber so kann es sich schon mal an seine künftige Position und Rolle gewöhnen. Es nähert sich der Türkei.

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Freitag, 20. Juli 2018
Die Völkergemeinschaft

Mit großem TamTam widmen sich die Medien des gutdeutschen Reichs heute der Sprache. Denn ihre moralische Führerin - ja, heute sagt man lieber Kompass -, die moralische Führerin hat gesprochen. Und sie hat sich zur Sprache geäußert. Nicht nur das; sie hat sich zum Zusammenhang von Sprache und Denken geäußert. Zitat: »Sprache sei ein Ausdruck von Denken.«

Nun wissen wir seit den letzten Tagen Karl Kraus', dass Sprache weit eher ein Ausdruck der Dummheit ist und weniger des Denkens. »Die Fähigkeit zu Sprechen«, sagt Qui-Gon Jinn zum Spaßvogel Jar Jar Binks, »macht dich noch nicht intelligent.« Bliebe nur zu ergänzen: Die Fähigkeit über Sprache und Denken zu reden, macht es ebenfalls nicht.

Allerdings macht die Sprache mitunter noch mehr. Sie gewährt, wie Freud uns lehrte, einen Blick in die Tiefen der Seele. Etwa, indem die verwendeten Worte die mangelnde Eindeutigkeit des Redenden verbergen sollen. Wer seinen Gegenüber als Rassisten brandmarken will, bei der Suche nach Worten aber nichts findet, der muss im Trüben fischen und weicht nicht selten aus in die Welt der Musik. Denn nirgends lässt sich so herrlich metaphorisieren. Plötzlich wird von einer »rassistischen Tonlage« gesprochen; oder Frau Merkel spricht von der »Tonalität« des Konflikts.

Nur dass Worte eben keine Tonlage haben und es eine schroffe Tonalität gar nicht gibt. Worte sind Zeichenfolgen, die etwas benennen. Nicht mehr; nicht weniger. Wahrscheinlich wollte Merkel nichts weiter sagen als: »Der Tonfall sei schroff gewesen.« Die Rede von der Tonalität ist dagegen dummes Geschwätz.

Aber es passt zur Kanzlerin von Grünen und Sozialdemokraten. Denn sie vor allem haben den Wortklang und das Wortgeklingel in die Politik eingeführt. Sie sind es, die sich für die Wortkünstler halten. Merkel imitiert sie also auch hier. Sie gibt sich intellektuell – etwas, das ihrem Ziehvater niemals passierte. Vielleicht bereitet sie sich ja schon ihre Tage nach der Kanzlerschaft vor, wenn sie auf Vortragsreisen gemeinsam mit Barak Obama über Gerechtigkeit und Völkerverständigung schwadroniert.

Mitunter ist es jedoch die Sprache, die etwas zeigt, ohne dass der Sprechende wüsste, was genau es denn ist. Dann offenbart die Wahl der Worte einen Ausschnitt der Seele, die nicht mal der Sprechende kennt. Fehlleistung ist der Begriff, den Freud dafür geprägt hat. Das verwendete Wort verweist auf Wünsche und Ängste.

Allerdings macht ein Wort das nicht direkt. Es braucht einen geschickten Interpreten, der den Zusammenhang herstellt. Die Sprechenden merken es selber ja nicht. In den meisten Fällen werden sie den Zusammenhang sogar verleugnen. Nur entziehen kann er sich nicht. Denn in den Fällen, in denen eine Wahrheit offenbar wird, geschieht das mit einem Schlag und überraschend; die Lösung ist eine Erlösung und einfach. So wie in diesem.

Seit Jahren wird von der »Völkergemeinschaft« geredet. In hohen und höchsten Tönen – ja, Worte können tönen! – werden die »United Nations« gefeiert, die Vereinten Nationen. Seit längerem Zeit wird schon nicht mehr von der ursprünglichen UNO, der Organisation der Vereinten Nationen geredet, sondern nur noch kurz von UN - United Nation. Etwas derartig Großes wird nicht organisiert. Es handelt sich um die Umsetzung einer Idee, um die Realisierung einer Vision. Die Aufnahme ist ein Ritual, der drohende Rausschmiss gleicht einer Teufelsaustreibung. Wen wunderts, dass man Israel wieder und wieder damit bedroht.

Tatsächlich ist die Völkergemeinschaft die heilige Kuh des letzten Jahrhunderts: Geistig abgemagert trabt sie durch Länder und Städte. Je größer die Zahl diktatorischer Unrechtsregime wird, desto unantastbarer wird sie. Nur schlachten darf man sie nicht. Die Politik hat sich, solange Grünen, Linken und Frau Merkel beim Klang des Wortes »Völkergemeinschaft« warm ums Herz wird, wenn sie es hören, weiterhin unterzuordnen.

Hätten sie doch bloß auf die Herkunft des Wortes geachtet. Und der ist verräterisch simpel. Völkergemeinschaft ist nichts als der schnöde Plural eines anderen Wortes, das insbesondere deutsche Grüne und Linke fürchten wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser. Volksgemeinschaft. Ein Griff ins Internet und man weiß, wovor sie zittern: »Volksgemeinschaft ist ein zentraler Begriff der NS-Ideologie. Er steht programmatisch für die Idee des nationalen Sozialismus.«

Ein kleiner Wechsel vom Plural in den Singular - und schon offenbar ein Begriff seinen wahren Charakter. Und nicht nur das: Er verweist auf die Seelen jener, die ihn mit höheren Weihen versehen. Das Wort ist Ausdruck eines Wunsches. Die Völkergemeinschaft steht für den Wunsch, endlich Teil einer Volksgemeinschaft zu sein.

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Montag, 16. Juli 2018
Links, dumm, also moslemisch

Eine beliebte Übung im rhetorischen Alltag beweist dem politischen Gegner, einmal die eignen Positionen vertreten zu haben. Mit dem »Asyltourismus« war es so – als der Begriff zuerst einmal dem christlich-sozialen Söder und einem unbekannten Sozialdemokraten aus den später 1970er Jahren nachweisbar war, jubilierte die Rechte; wieder einmal schienen die Anderen sich ihrer Begriffswelt zu bewegen. Als würde das irgendetwas beweisen. Dass es in diesem Fall eigentlich umgekehrt ist – schließlich kam zuerst einem Sozialdemokraten und dann einem Christsozialen das Wort der Schande über die Lippen –, störte nicht weiter, fiel wahrscheinlich nicht einmal auf.

Mitunter kommt dieser Beifall jedoch auch überraschend und verklausuliert. Und so erging es mir heute beim Lesen eines Stücks von Tucholsky. Eigentlich mag ich ihn nicht. Er schreibt plump, denkt nicht wirklich weiter und originell ist er auch nicht gewesen. Er gehört zur Riege weit überschätzter linker Autoren, von denen heute kaum einer was wüsste, wenn die Nationalsozialisten nicht an die Macht gelangt wären.

Aber zwei Stücke schätze ich doch: »Wo kommen die Löcher im Käse her ?« und »Die Laternenanzünder«. Und in letzterem findet sich, völlig aus dem Rahmen fallend, die Bemerkung: »jüdisch, dumm, also national«. Herzlich gelacht habe ich. Eine Sekunde lang war ich versucht, nach der oben beschriebenen Übung zu verfahren und fragte mich: »War Kurt Tucholsky vielleicht ein Antisemit ?« Doch dann stockte ich. Nein, das war keineswegs antisemitisch. Hier hasst keiner die Juden, wie es Araber und Nationalsozialisten gern und offen machen und Linke lieber kaschieren; hier charakterisiert einer einen bestimmten Typus des Juden: Den, der sich assimiliert hat. Er ist national, aber nur, weil er dumm ist.

Nein, dass, wer national zugleich dumm ist, das wird nicht gesagt. Die Assimilierung ist Objekt des Spottes: Der Jude, der national wird, um in der Masse zu schwimmen. Dieser Jude muss dumm sein.

Sofort probierte ich andere Kombinationen: »christlich, dumm, also national«. Das klingt zwar nach einem schlüssigen Dreisatz; doch kann ich keine Anwendung sehen. Man könnte es in moslemischen Staaten versuchen. Nur sind die allesamt nicht national. Im besten Fall wäre das die Türkei. Doch welcher Christ unterwirft sich dem türkischen Nationalismus ? Welcher Christ propagiert das Türkentum, um als Christ in der Türkei unter Moslems leben zu können ? Sicher, es wird welche geben. Aber von einer flächendeckenden Assimilierung ist mir nichts bekannt.

Eine andere Kombination machte da häufiger Sinn: »moslemisch, dumm, also national«. Doch auch hier gibt es nur wenige Fälle. Eine erklärte Assimilierung größerer Gruppen von Moslems mit der erklärten Absicht, national, ja deutsch-national zu erscheinen, ist schwerlich zu finden. Zwar ist die Gruppe von Türken, die sich deutscher benehmen als so manch ein tätowierter Clubbesucher mit germanischen Wurzeln; aber sie sind in der Minderheit und arbeiten eher still und bescheiden – ganz sicher kein Zeichen von Dummheit, ja vielleicht sogar eines von Intelligenz.

Die andere Kombination: »christlich, dumm, also moslemisch«, die klingt beim ersten Hören plausibel. Ein Blick auf Christenvertreter aus Köln und Umgebung liefert schnell Beispiele in Hülle und Fülle. Nur passt dieser Dreischritt nicht in das Ausgangsschema hinein: »jüdisch, dumm, also national« wechsel ja die Kategorien. Aus gläubiger Jude wird gläubiger Deutscher. Ein Christ, der sich als Moslem geriert, ist dagegen eine Art Sozialdemokrat: Die haben sich bekanntlich prima mit ihren kommunistischen Mördern vertragen und vertragen sich noch heute, trotz aller systematischen Morde, mit ihnen.

Nein, der Kategorienwechsel muss sein. Und da fällt mir nur ein passender ein: »links, dumm, also moslemisch«. In einer Art vorauseilender Unterwerfung geben sich Linke heute gern als Sympathisanten der Moslems, ja als Vertreter, gar als Beschützer islamischer Marotten und Regeln. Die Linke kämpft gegen das Verbot von Kopftüchern in Kitas, Schulen und anderen staatlichen Einrichtungen ein. Die Linke kämpft für das Recht der Moslems, nach ihren eigenen Rechtssystemen leben zu dürfen. Das macht, betrachtet man das Verhältnis von Linken und Religion, zunächst keinen Sinn. Aber als vorsorgliche Unterwerfung passt es zu Linken und ihren Unterwerfungsphantasien. Ein Linker, der heute was auf sich hält, der gibt sich als Freund aller Mohammedaner; vorausgesetzt, er ist dumm. So macht die Übersetzung ins heute wirklich Sinn: »links, dumm, also moslemisch«.

Schade, dass wir nicht wissen, was Kurt Tucholsky dazu gesagt haben würde. Den weiten Schritt vom Opium des Volkes zur Unterwerfung unter moslemische Sitten hätte er aber schwerlich goutiert. Allerdings hätte er für diesen Analogieschluss die Dummheit der Linken annehmen müssen. Und das wäre ihm vielleicht schwerer gefallen als mir. Denn links steht heute vor allem für Dummheit. Aus einer Kritik, die einmal im Fahrwasser der Aufklärung fuhr, ist ein an seinen Visionen krankes ideologisches Monster geworden. Eine entartete Art der Aufklärung hin in eine weltliche Un-Welt. Hier trifft sich die Linke mit dem Islam, dieser entarteten Art von Religion hin zur un-weltlichen Welt. Die Wurzel dieser Entwicklung ist bei beiden die gleiche. Islam und Linke, sie leiden am selben Geschwür: Der Dummheit. Deshalb verstehen sie sich. Deshalb muss es heißen: »Links, dumm, also moslemisch«.

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Mittwoch, 11. Juli 2018
Asyltourismus? - Ja, Asyl-Tourismus!

Die Akteure auf den Handlungsfeldern der Willkommenskultur laufen Amok. Denn ihren Opponenten ist etwas geglückt, wofür sie glaubten, einen Alleinvertretungsanspruch reklamieren zu können: Die Konstruktion von Bedeutung durch Worte. »Willkommenskultur« ist so ein Wort. Es suggeriert einen wohligen Teppich aus den beiden kuschelig, wohlig geformten, guten Wörtern »Kultur« und »Willkommen«. Wer hat schon etwas gegen Kultur? Wer etwas gegen ein herzliches Willkommen? Wer sich dagegen ausspricht, sitzt schon auf der schlechteren Seite.

Diese Konstruktion von Begriffen ist eine ganz besondere Spezialität der in die Medien durchmarschierten Kopfarbeiter der Linken von 68. Das ist geradezu ihre Profession: Die Konstruktion neuer, inhaltsleerer Begriffe. Sie verdienen ihr Geld mit diesem Geschäft, so wie andere mit ihrem Geschlecht. Denn nichts anderes sind diese Begriffe: Fake-Wörter für Inhalte, die nicht existieren. Reine Propagandabegriffe, geschaffen von Nutten des - nein, nicht des Geistes -, sondern des Wortes.

Doch nun fällt diese Methode auf sie zurück. Oder besser: Der Gegenseite ist ein Konter gelungen. Sie hat mit der Rede vom Asyltourismus gleichfalls ein Wort in Umlauf gebracht, das eingängig ist und zielgenau trifft; außerdem schlüpft es jedem linken Staatsanwalt durch die ausgelegten Staatssicherheitsnetze. Nichts am Asyltourismus wird für eine Anklage wegen Volksverhetzung hinreichend sein.

Der Vergleich mit zwei anderen möglichen Wörtern macht das deutlich: Da wäre die Rede von den Rettungsbooten und ihren Besatzungen als »Schlepper«. Eine gängige, abwertende Bezeichnung wird auf die selbsternannten Helfer gemünzt. Doch das Wort ist zu kompliziert. Es bedarf einer Erklärung, um den Übergang vom Schlepper, der Schwarze bis zur Mittelmeerküste bugsiert, zum Schlepper, der den Rest der Strecke erledigt und der Hilfsindustrie neuen menschlichen Rohstoff beschafft. Die im Mittelmeer treibenden Neger sind ersichtlich in einer anderen Lage als die Neger auf der Fahrt durch die Sahara. Wer im Wasser treibt, ist in einer für uns verständlichen Not; die Not in der Wüste ist uns allenfalls aus Filmen bekannt. Ertrinken steht gegen den Mangel an Wasser - und den kennen wir kaum.

Ein anderes Wort, die »Negerfähre«, hat eine Prise zu viel genüsslichen Spottes. Neger ist seit längerem auf dem Index. Wer es benutzt, hat sich - um in der Sprache des Fußballs zu bleiben - bereits ins Abseits gestellt. In den rechten Zirkel ist das Wort richtig. Aber ihm wird niemals der Weg in den Volksmund gelingen. Es schmeckt einfach nicht.

Aber »Asyltourismus« ist schlichtweg genial. Mit den beiden Begriffe »Asyl« und »Tourismus« verbindet der Durchschnittsbürger nur gutes. Hier der Verbleib in einem Heim, in dem er von morgens bis abends bedient wird; dort der auch noch politisch konnotierte Begriff des »Asyls«. Sofort erscheinen vor den inneren Augen Flüchtlinge, die von Nazis verfolgt sind und um die man sich kümmert, die man rettet. Beides zusammen, »Asyl«-»Tourismus«, steht eigentlich für das Land, in dem man gut und gerne lebt.

Und diese beiden gutdeutschen Begriffe schlagen in ihr Gegenteil um, sobald man sie miteinander verbindet. Was für eine dialektische Volte. Daher muss, wer das tut, ein Bösewicht sein, ein besonders böser sogar; denn er ist intelligent. Er macht in schwieriger Lage, was den Huren der Medien allenfalls aus einer Position der Stärke gelingt: Er hat den öffentlichen Raum mit einem neuen Wort auf und an sich gezogen. Dass »Tourismus« zudem für Linke für Ausbeutung touristisch interessanter Weltgegenden steht, macht es rund. Denn nun erscheinen die Asylsuchenden auch noch als jene, die als Ausbeuter einer heimischen Bevölkerung kommen.

Dass ihm, dem »Asyltourismus«, das Stück gelang, hat aber einen einfachen Grund. Denn natürlich haben die Medien den Begriff nicht verbreitet. Sie hätten ihn am liebsten mit auf den Index gesetzt und versuchen es gerade. »Asyltourismus« hat es deshalb nach oben geschafft, weil es, anders als die Willkommenskultur, eine verleugnete Wahrheit bezeichnet. Denn wer in ein anderes Land fährt, um dort dem Alltag im eigenen Land zu entgehen, der benimmt sich exakt wie ein Tourist. Die Einheimischen machen die Arbeit und er, der Asylsuchende, ruht sich aus. Das hat mittlerweile durchaus die Mehrheit der Deutschen verstanden. Und nur wer die Medien und Aufmärsche der Gutmenschen für einen Ausdruck der Volksmeinung hält, will das nicht sehen; er hätte auch von Aktueller Kamera und Fackelzügen der Sozis geglaubt, hinter ihnen stünde das Volk.

Und dass kaum einer der Übersetzenden politisch verfolgt ist - das belegen die niedrigen Anerkennungsquoten der Ämter.

Asyltourismus beschreibt exakt die herrschende Lage. Deshalb beginnt jetzt eine Kampagne der amtlichen und halbamtlichen Medienpriester. Wissen sie nicht, dass es zu spät ist? Ein einmal ins Freie gelassenen Wort, lässt sich nicht mehr verbieten. Nicht, wenn die Realitäten bekannt sind. Wenn das Offenbare so offenbar ist. Die »Frontbegradigung« war ab 1944 immer ein Rückzug. Das wussten die Hörer am Volksempfänger. Und ein »Asyltourist« ist eben mittlerweile immer einer, der auf Sozialhilfe aus ist. Das wissen die Zuschauer von »Tagesschau« und »Tagesthemen«. Und in den wenigen Fällen, in denen das nicht stimmt, entpuppt sich der Tourist womöglich als Terroristen.

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Freitag, 6. Juli 2018
Das Vergnügen beim Schlürfen der Buchstabensuppe

Kinder, die gerade die Buchstaben lernen, essen gerne Buchstabensuppe. Obwohl; von Essen zu reden ist Unsinn. Sie rühren gern in der Suppe herum und fischen die Buchstaben raus, glücklich das gerade Erlernte wiederzufinden. Die Suppe dürfen dann die stolzen Eltern auslöffeln.

So oder so ähnlich ergeht es Personen, die die Sprachen der Welt mit Genderlücken und Gerndersternen garnieren. Auch sie haben eben gerade neue Zeichen erlernt und plantschen fröhlich mit ihnen herum. Hier ein Unterstrich, dort ein Sternchen und manchmal ein Punkt mitten im Wort - es ist eine Freude für sie. Nur den Erwachsenen fehlt jeder Sinn für den linguistischen Brei.

Einer der am häufigsten geäußerte Punkt der Kritik am Gendergap zielt auf den Sinn der neuen Sonderzeichen nicht nur des Deutschen. Angeblich stehen Unterstrich oder auch Sternchen für die Übergänge von Männchen zu Weiblein. In Schüler_innen ist der Unterstrich also kein Trenner, sondern ein Leerfeld für alle möglichen Identitäten. Und alle diese Identitäten haben eines gemeinsam: Sie drehen sich um das wichtigste Thema der Welt: Um Sex. - Jedenfalls wird das gesagt.

Denn in Wirklichkeit hat die Genderlücke herzlich wenig mit Geschlechtern zu tun. Das Leerfeld, das der Unterstrich andeuten soll, ist tatsächlich einfach nur leer. Und es wird gefüllt mit inhaltsleeren Symbolen. Es ist wie in der Buchstabensuppe: Nudel bleibt Nudel. Und wer mit ihr herumspielt, mag es irgendwann zum Germanistiker bringen - von einer Sprache hat er noch längst nichts verstanden.

Selbstverständlich nehmen die Spielenden ihre Spielchen mit Symbolen bierernst. Das haben sie mit Kindern gemeinsam. Man kann ihren leuchtenden Augen entnehmen, wie die neuen Zeichenfolgen sie freuen. Ähnlich Kindern und Wilden halten sie ihre Symbole für das Symbolisierte. In ihrer Welt sind Zeichen und Bezeichnetes eins. Willkommen im mythischen Denken.

Doch was Kindern Teil einer Entwicklung zu höherem ist, gerät bei Erwachsenen schnell zur Rückkehr in längst überwundene Phasen. Da haben die Kinder der Alles-ist-Leicht-Pädagogik mit Mühe den Wortschatz gelernt und vielleicht hier und dort einen Gedanken geformt - und nun das: Ein verliebtes Spiel mit Symbolen. Kein Wunder, dass die Inbrunst der Genderisten wie das Pendant zur analen Phase erscheint: Das Rumspielen mit Zeichen, die in der natürlichen Sprache allenfalls untergeordnete Rollen einnehmen, wirkt auf den Erwachsenen wie das Herumspielen von Schreibenden mit ihren linguistischen Exkrementen.

Ja, Stern und Unterstrich haben in Programmiersprachen eine große Bedeutung; und das klingt nach Weiterentwicklung. Nur haben diese Zeichen mit Modernität herzlich wenig zu tun. Der Unterstrich ist ein Überbleibsel aus der informationstechnischen Kreidezeit, als die Maschinen einen Ersatz für das Leerzeichen brauchten. Zum anderen wird der Stern als Leerzeichen nur im einfachsten Rahmen verwendet. Als Kleenscher Stern steht er eben nicht für alle möglichen Zeichen - und genau da würde er schwer zu verstehen. Aber gerade in diese Gefilde wagen sich die Genderisten nicht wirklich hinein.

Es bleibt dabei: Die Genderlücke ist eine Lücke. In der Fähigkeit zum vernünftigen Denken, in der Entwicklung der Sprache. Er ist infantil. Und was beim Kind ein Ausprobieren erkennen lässt, verweist beim Erwachsenen auf einen geistigen Rückschritt, auf Regression. Allerdings hat diese Art Regression seit längerem einen eigenen Platz im philosophischen Denken. Derrida und seine Spielchen mit différence und différance lassen grüßen mit durchgestrichenen Wörtern und Teilen von Worten. Man spürt das infantile Vergnügen beim Essen der Buchstabensuppe.

Entscheidend aber bleibt die Regression zwischen den beiden Geschlechtern, auf die die Genderlücke verweist. Nicht zufällig wird mit Symbolen gespielt, die man für das Wirkliche hält. Es ist eine Flucht aus dem Symbolisierten zurück ins Symbol. Jeder einzelne Stern, jeder Unterstrich ruft: Nie wieder wirklichen Sex. Unser Sprachspielzeug soll uns genügen. Es erlaubt uns, zwanglos zwischen den Polen zu bleiben und eben nicht zu erlangen, um das es eigentlich geht: Identität.

Die Flucht in das Zwischen der beiden Geschlechter entspringt der Angst vor der Identität und den Gefahren des Standpunkts. Nie wieder Mann sein, nie wieder Frau sein. Nur so entgehen beide Geschlechter dem Anblick des andren, der sie zurückfallen lässt in die Zeit zwischen Sündenfall und Entdeckung der Scham. Die Genderlücke verleugnet die Kluft, die sie eigentlich ist; aber damit entzieht sie uns auch die wahren Momente im Glück des Erkennens.

Schon die Griechen wussten um diese Lücke und haben versucht, sie im Theresias-Mythos auf ihre Weise zu schließen. Er wurde sie, sie wurde er. Und am Ende waren er ein sehender Blinder, ein geblendeter Seher. Die Kluft zwischen Mann und Frau bleibt. Die Kluft, die Sex zu dem macht, was es ist. Oder besser: Was es sein sollte.

Von alledem weiß der Genderstern nichts. Er steht für die Flucht in das Einerlei einer Grauzone zwischen Männern und Frauen. Schriftzeichen müssen her, um überhaupt einen Eindruck zu hinterlassen. Schriftzeichen als Ersatz für den wirklichen Eindruck, den das andre Geschlecht bei uns hinterlässt und vor dem wir instinktiv wegrennen wollen. Unsere Identität ist durch die Verlockung des Gegenüber bedroht. Und nicht, wie man gern in queeren Kreisen selbstgefällig verbreitet, durch Transsexuelle.

Transsexuelle sind graue Mäuse. Sie brauchen ihren äußeren Tinnef, weil sie innerlich blass und farbenlos sind. Sie stehen zu den andren Geschlechtern wie der Genderstern zu den Zeichen, die uns etwas sagen. Er erregt kein Interesse. In einem sinnvollen Text wird er den Gedanken nur stören. In einem gelungenen Text, zerbricht er die ästhetische Einheit von Zeichen und Sinn. Nur in der Buchstabensuppe - da könnte er munden. Hoffen wir, dass eine gendergerechte Tütensuppe von Knorr oder Maggi das einzige ist, was vom Genderstern bleibt. Und dass die Kinder irgendwann fragen: Was ist das denn für ein Zeichen? - Und die Gendernudel auf den Tellerrand schieben.

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Donnerstag, 5. Juli 2018
Elf Kleine Negerlein

Da warens alle weg... Die Fußballweltmeisterschaft spiegelt wieder einmal die Realitäten der Welt: Sämtliche Mannschaften aus moslemischen Ländern sind raus; ebenso alle schwarzafrikanischen Staaten. Realität ist aber auch: In den Mannschaften der anderen Länder spielen Moslems, Schwarze und moslemische Schwarze und zählen mit zu den besten Spielern des Teams.

Und exakt so sieht die Welt aus: Afrika ist das landschaftlich beeindruckende Schlusslicht ökonomischer Entwicklung, und das obwohl Afrika von der Natur reichlich beschenkt worden ist. Schwarzafrikanische Länder schaffen es nicht einmal, mit dem Ausverkauf ihrer Rohstoffe Reichtum zu schaffen, wie die Scheichs und Prinzen vom Golf. Südafrika beweist seit 50 Jahren allenfalls eines: Die veritable Unfähigkeit schwarzer Regierungen. Das einmal reiche Land versinkt in Armut und verfällt momentan auf die für Rassisten typisch Idee, die Schuld für eigenes Versagen auf die Weißen zu schieben. Folgerichtig ermordet man jene, die nicht freiwillig gehen und eignet sich deren Eigentum an. Man kennt das aus Europa.

Allerdings wird öffentlich niemals jemand von Rassismus reden. Die Schwarzen reagieren auf weißen Rassismus, wird man sagen. Die Weißen sind das Unglück der Schwarzen. Auch diese Wendung ist aus Europa bekannt. Dort waren die Juden die Weißen.

In »Farewell to Alms« fragt Gregory Clark: »Warum England?« - »Warum im 18.Jahrhundert?« - »Warum heute nicht in Afrika?« - - Die Industrialisierung ist gemeint und ihr Erscheinen in Europa und ihr Ausbleiben zum Beispiel in Afrika. An Clarks Antwort ist vor allem eines interessant: Wie oft und mit welchem Geschick er das Wort »genetisch« umschifft. Seine These: Weil die Adligen in England ab ca. 1200 ihren Nachwuchs überwiegend in die unteren Schichten weiterreichten - ein Aufstieg war damals praktisch nicht möglich -, wirkte dieser Nachwuchs wie eine kulturelle Hefe und führte zu einer gesellschaftlichen Formierung, die eine Kultur der Industrialisierung ermöglichte.

Diesen Prozess haben weder afrikanische noch moslemische Länder durchgemacht. Deshalb liegen sie in allem, was heute zu Reichtum führt, hinten. Moslemische Länder täuschen darüber hinweg, weil Europäer und Asiaten die technische Arbeit vollbringen.

Selbstverständlich wurde das Buch in Deutschland als »sozialdarwinistisch« gebrandmarkt; auch das Wort »biologistisch« fiel in einer Rezension; derselbe Autor sprach auch vom »Selektionsmechanismus« - das deutsch-moralische Gute brachte wieder einmal das beste intellektuelle Armutszeugnis nach Hause.

Vielleicht fand sich deshalb kein Verleger für dieses weltweit diskutierte, bedeutende ökonomische Werk. Der hätte sicher mit dem Vorwurf zu kämpfen gehabt, ein rassistisches Werk in Deutschland verbreiten zu wollen. Außerdem läuten bei jedem Mitglied der Hilfsindustrie die Alarmglocken beim Titel: »Farewell to Alms« - »Abschied von Almosen«. Ein ganzer Industriezweig würde auf den Prüfstand gestellt und womöglich abgewickelt.

Dabei beschreibt Clark ein kulturelles Geschehen. Der einzelne Afrikaner oder Moslem leistet im Rahmen abendländischer Arbeitskultur und -ethik durchaus über dem Durchschnitt. Ja, in einzelnen Sparten reicht es womöglich darüber hinaus. Aber als Ganzes leisten schwarze und moslemische Gesellschaften herzlich wenig. Im Rahmen einer schwarzen oder moslemischen Mehrheit geht es abwärts. Das sind die Fakten. Wer sie unter dem Hinweis auf einen angeblichen Rassismus ableugnen will, soll das machen. Aber er liegt gleich doppelt falsch: Einmal hat die Realität immer Recht. Zum anderen handelt es sich keineswegs um Rassismus. Denn der einzelne Schwarzafrikaner und der einzelne Moslem wird als Gleicher gesehen.

Es ist wie bei der Fußballweltmeisterschaft. Einzelne schwarze und moslemische Spieler sind spitze. Aber für rein schwarze und rein moslemische Mannschaft ist fast immer nach der Vorrunde Schluss.

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Dienstag, 3. Juli 2018
Die Burka-Verschwörung

»Höchste Insigne der Macht«, schreibt Jacques Derrida: »die Macht zu sehen, ohne gesehen zu werden.« Ist es also diese halbseitige, halbseidene Verhüllung, die den islamischen Vorhang für uns Abendländler zum Skandalon macht, weil sie für Macht steht, weil sie Herrschaft ausdrückt, Herrschaft durch Frauen? Weil sie in ihrer Verhülltheit uns mit einer Art Verschwörung bedrohen? - Denn nichts anderes besagt ja Verschwörung: Unsichtbare mächtige Männer entscheiden über unsere Wege. Und nun auch noch Weiber?

Verschwörungen locken den Geist; sie provozieren ihn, dahinter zu schauen. Er will den Durchblick, den die Herrschaft verweigert. Ja, nicht einmal Herrschaft ist nötig. Sie entsteht erst durch das Verweigern des Einblicks. Das Unbekannte herrscht durch das Verweigern. Und damit widerspricht es der Aufklärung. Sie lebt von Durchblick und Einsicht. Oder besser: Sie lebt vom Willen zu Durchblick und Einsicht.

Also widerstrebt die Burka nicht nur dem Verdacht gegen Herrschaft und Dogmatismus, dem alle Aufklärung huldigt. Sie zeigt der Aufklärung, was sie von ihr hält: Nichts. Einblick wird nicht gewährt, sagt der Stoff. Und Durchblick schon gar nicht.

Und so liebt man die Verschwörung, aber nicht den Verschwörer.

Wenn der Islam also den Durchblick von innen erlaubte. – Dann wären die Theoretiker der Verschwörung gefragt. Sie, diese am Aufklären irre Gewordenen, sie hätten reichlich zu tun. Eine Burka-Verschwörung, ähnlich der Verschwörung um eine ostwestfälische Stadt, die es nicht gibt, müssten verkündet werden aus dem Off des politischen Denkens.

Nun haben alle Verschwörungstheorien eines gemeinsam: Sie sind falsch. Und diese besonders. Die Burka steht nicht für weibliche Herrschaft; sie könnte. Aber sie tut nicht. Eine Königin der Nacht müsste es sein, die sich verhüllt, um zu sehen und zu erkennen. Doch hinter dem Vorhang stiert einfältiger Aberglaube hervor. Der Islam ist der Monotheismus dummer Weiber.

Aber vielleicht gibt es sie doch, die Burka-Verschwörung. Vielleicht will - wer auch immer, wir sehen ihn nicht - uns Abendländlern den Weg zurück zur gläubigen Aufklärung weisen. Sie, die hinter alles Verschleierte blickt und blicken will, und tatsächlich nichts finden will, als den einen, der alles sieht, während wir ihn nicht sehen. Das ewig mächtige Geheimnis; es ist uns verloren gegangen.

Und das im doppelten Sinne. Verschleierung vertragen wir nicht, nicht mal, wenn wir uns selber verschleiern. Zuzuschauen, ohne zu gesehen zu werden. Mit einer versteckten Kamera ginge das an, ist beliebt. Aber anwesend zwischen den anderen unsichtbar sein – das wollen wir nicht, Kinder der Aufklärung, die wir sind. Wir haben nichts mehr zu verbergen. Wir herrschen nicht mehr.

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Montag, 2. Juli 2018
Rückgratlose Gesellin

Wie sich die Zeiten ändern. Wenn vor, sagen wir, 200 Jahren ein Regierungschef bei seiner Rückkehr von einem Gipfel - früher nannte man das Kongress - hätte verlautbaren lassen, er hätte mit 14 Ländern ein Abkommen vereinbart und am Tag darauf, wäre ein Dementi von eben einem der anderen Regierungsvertreter gekommen; entweder hätte der Regierungschef den Dementierenden zum Duell aufgefordert; oder er hätte abgedankt. Eine solche Erklärung wäre eine Sache der Ehre gewesen.

Doch Europa tickt heute anders. Kanzlerin Merkel kommt stolz nach Hause und verkündet eine Einigung über Verhandlungen an - dass einige Medien daraus ein Abkommen machten, war sicherlich intendiert -, und in den folgenden Tagen dementieren drei Regierungen, dass es eine solche Vereinbarung gibt. Und wie reagiert angeblich mächtigste Frau Europas? - Sie sagt nichts. Klaglos lässt Berlin sich von Warschau, Prag und Budapest desavouieren.

Und doch passt das zu ihr. Denn an Merkel ist nicht ihre Machtgeilheit schlimm. Die ist viel zu verbreitet. Und bei den wirklich Mächtigen wirkt sie ohnehin reizvoll; hier sei nur an Condoleezza Rice oder Maggie Thatcher erinnert. Nein, an Merkel ist wirklich nichts reizvoll. Sie ist getrieben vom Tagesgeschehen, hängt ihr Kostümchen in den Wind. Wahrscheinlich hat sie den Affront aus Osteuropa nicht mal bemerkt.

Damit aber passt sie zu dem Rest von rückgratlosen Gesellen, die den Namen Regierungsmannschaft aus guten Gründen nicht tragen. In Anlehnung ans Küchenkabinett vergangener Tage ist die Rede von Küchenmägden recht passend. Nicht mal Gift und Galle können sie spuken.

Was ist da passiert? Warum wird dieser Erfolg von Frau Merkel in wenigen Stunden zu einem veritablen Desaster? - Denn das ist es, wenn drei Regierungschefs einen deutschen Kanzler indirekt als Lügner wahlweise Dumm*erchen dastehen lassen: Ein veritables Desaster. Nun wird auch dem letzten deutschen Dämel klar: Sie hat ein weiteres Mal versucht, in der Asylfrage durch Mogeleien ans Ziel zu gelangen. Sie regiert noch immer auf der Linie von leeren Versprechen: Der Flüchtling ist unsere Fachkraft von morgen.

Jetzt kann Seehofer kaum mehr anders, als den Bruch zu vollziehen. Vorausgesetzt er hat Manieren und spürt noch ein wenig Männlichkeit in seinem Blut. Vor einer Trickser*in einzuknicken während seine Politkollegen aus Warschau, Prag und Budapest Schlitten fahren mit Merkel - das kann er sich schwerlich leisten. Denn genau das haben die Drei von der Rechten gemacht: Merkel blamiert. Was sie als Erfolg preist, ist nichts weiter als ein peinliches Einknicken vor der richtigen Meinung, die man eben noch munter beschimpft hat. Polen, Tschechien und Ungarn nehmen keinen einzigen Moslem bei sich auf. Und über die eben noch angedrohten Maßnahmen wird nur noch gelacht.

Diese Frau ist am Ende. Sie wurde öffentlich der Lüge bezichtigt und steht nun da in den bitte nur sprichwörtlich runter gelassenen Hosen. Denn auch diese Variante ist denkbar: Die drei Herren ließen die deutsche Kanzlerin absichtlich ins Messer laufen. Schön dosiert kamen die Dementis im Tagesabstand. Das klang nach einem Plan.

Seis drum. So oder so: Diese Frau ist am Ende. Sie hält sich nur noch in einem Land, das genauso rückgratlos ist, wie sie selber.

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Donnerstag, 28. Juni 2018
Geopfert für Volk und Vaterland

Eines muss man den Organisatoren der Willkommenskultur lassen - sie verstehen es, mit Symbolen zu spielen. Den neuesten Gipfel, vielleicht sogar den Gipfel, haben sie nach dem Mord an der 28-jährigen Sophia erreicht. Denn kein Opfer kann größer sein, als das Leben der eigenen Kinder. Dafür gibt es historische Beispiele in Hülle und Fülle. Nur dass die Masse hier nicht die Wertigkeit mindert: Die Opferung des Kindes bleibt das höchste Symbol einer Symbiose mit Gott, Vaterland und Ideologie.

Es führt ein Weg vom Opfer, das Gott von Abraham fordert bis zu den Sullivan Brüdern. Während Abrahams Sohn Isaak jedoch mit dem Leben davon kommt, sterben die fünf Sullivan Brüder am 13. November 1942. Ihr Kreuzer »Juneau« explodiert nach einem Torpedotreffer im Südpazifik; drei von ihnen - Frank, Joe und Matt - sind sofort tot; Al ertrinkt am folgenden Tag; George überlebt die nächsten vier oder fünf Tage und stirbt schließlich erschöpft; Schmerz und Trauer über den Tod seiner Brüder haben seinen Lebenswillen gebrochen.

In »Private Ryan« hat Steven Spielberg den opferbereiten Eltern ein filmisches Denkmal gesetzt: Die Mutter, die am Fenster stehend, das offizielle Fahrzeug herannahen sieht und weiß, dass es nichts gutes bedeutet. Dann sinkt sie auf den Stufen ihres Hauses in sich zusammen. Der Zuschauer ahnt das fürchterliche Gewicht dieses Moments. Im Film wird nichts weiter über die Mutter erzählt; die Reaktion der Eltern der fünf Sullivan Brüder ist dagegen verbürgt. Alleta und Thomas beteiligen sich an Aktionen, mit denen die Regierung den Kauf von Kriegsanleihen bewirbt, damit der Tod ihrer Söhne nicht vergeblich gewesen ist. Am 4. April 1943 tauft die Mutter einen Zerstörer auf den Namen ihrer fünf Söhne - die »Sullivans«, das einzige Schiff der US-Marine, das einen Namen trägt, der auf mehrere Personen verweist.

Sicher ist eines - Linke oder Figuren, die sich für aufgeklärt halten, werden das Verhalten der Eltern mit Kritik, Spott oder lauem Verständnis kommentieren. Und dabei arbeitet die Willkommenskultur, dieser letzte Ausfluss linker ideologischer Verblendung, exakt mit diesen Bildern: Als die 28-jährige Sophia in Spanien ermordet aufgefunden wird, reagieren die Eltern nicht etwa mit Empörung über den Mörder; der stammt aus Marokko oder der Dominikanischen Republik und genießt, so oder so, das Privileg, ein verstandener Mörder zu sein.

Die Eltern echauffieren sich über die Schreiben von angeblich Rechtsradikalen, die sie erhalten: »Wir möchten darauf hinweisen, dass die Nationalität eines möglichen Täters nichts mit seinen Taten zu tun hat«, meint ihr Bruder. Und als sei das nicht genug, ergänzt er: »Sophia ist in der Unterstützung von Geflüchteten aktiv und engagiert sich gegen Rechts. Sophia würde unter keinen Umständen wollen, dass auf ihre Kosten rassistische Hetze betrieben wird, wie es teils schon geschehen ist«, wird der Bruder in den Medien zitiert.

Dass die Zahl der Mordtaten nach 2015 um 27% und die der sexuellen Übergriffe um 70% angestiegen ist und der Zusammenhang zu Nationalität und Herkunft eklatant ist, kümmert den Bruder der Ermordeten herzlich wenig. Ihm ist wichtig, seine ideologische Reinheit und seiner Schwester zu betonen. Als gäbe das dem Tod seiner Schwester einen tieferen Sinn.

»Sie starb für die Willkommenskultur«, wäre der passende Ausdruck gewesen. Nur hat der Tod durch einen Vergewaltiger nicht den Nimbus des Todes auf dem Schlachtfeld. Denn der Vergewaltiger bedient ausschließlich seinen egoistischen Trieb; mit einem Soldaten hat er ganz und gar nichts gemeinsam. Zwar tritt der Migrant als Eroberer auf - aber jedwedes soldatisches Heldentum geht ihm ab. Er ist bloß die Figur in einem Spiel, das die Akteure der Willkommenskultur für sich mit anderen spielen. Dabei bedienen sie sich - verdammt erfolgreich - all jener Bilder, die immer noch wirken.

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Montag, 25. Juni 2018
CDU, SPD, Grüne - Ein abgetakelter Dreier

Alle Welt rätselt, ob Merkel in zwei Wochen noch im Kanzleramt sitzt; d.h. nicht alle Welt. Für Washington und Peking hat es wahrscheinlich keine große Bedeutung, wer demnächst in Berlin regiert. Aber in Nordafrika und Arabien, auf dem Balkan und im Irak und in Afghanistan, da macht man sich Sorgen. Denn die große Zeit des moslemischen Volkssturms nach Deutschland könnte in Kürze vorbei sein.

Die Politiker der herrschenden Parteien - oder darf man schon sagen, der vermeintlich herrschenden Parteien? -, diese Politiker haben gepokert und den Ausstieg verpasst. Eine missliche Eigenschaft im politischen Leben ist das, dieser Drang zu einem unverrückbaren Standpunkt, auch essentials genannt. Wer sich festlegt, kann danach nur bei Gesichtsverlust wieder zurück. Und es gibt eben Posten, die keinen Rückzug erlauben.

Obwohl?! - Hätte Angela Merkel vor einem Jahr ihre katastrophale Entscheidung bereut, hätte der Wähler ihr das womöglich als besondere Qualität angerechnet. Andererseits war der 4. September 2015 ihr 22. Juni; zu keinem Zeitpunkt konnte die Wehrmacht den Russlandfeldzug von sich aus beenden, ohne ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit zu verlieren. Mit dem Eingeständnis des Scheitern wäre auch Merkels Karriere wahrscheinlich am Ende gewesen. Und nicht nur ihre. Das ganze Selbstverständnis des westdeutsch wiedervereinigten Deutschlands wäre ins Kreiseln geraten. - Aber wir wissen es nicht.

Aber nun pfeifen es die Spatzen von den Flüchtlingsunterkünften - die Integration ist gescheitert. Moslems lassen sich nicht integrieren; schon gar nicht in dieser Zahl. Männerwillkür gewohnte Männer werden sich immer an Frauen vergreifen, wann und wo es ihnen passt. Also fand sich irgendwann, irgendwo ein Putschist. Und der hat jetzt ein Junktim auf Anfang Juli gesetzt. Ein historisch bewusster Politiker hätte den 5. Juli genommen. Kursk, 1943 - das letzte »Das schaffen wir« der Deutschen Wehrmacht in Russland.

Nun haben die Christdemokraten die Wahl. Da eine Einigung der Europäer im Sinne Merkels am Veto der klügeren Geister aus Prag, Warschau und Budapest scheitert, bleibt der Kanzlerin nur der Rückzug ins eigene Reich. Hier muss sie nun entweder kapitulieren - ihre Lockerheit bei den Treffen mit Schülern in Syrien deutet als Zeichen der Erleichterung ein schnelles Ende durchaus an -, oder sie kämpft bis zum bitteren Ende.

Sozialdemokraten und Grüne stehen für ein solches Bündnis bereit. Diese drei - CDU, SPD und Grüne - bilden dann die nächste Regierung. Das wäre treffend; dieser abgetakelte Dreier passte zum Anlass. In den Trümmern der Willkommenskultur finden sich diese ideologischen Zombies zusammen: Christdemokraten, die alles mögliche sind, nur eben nicht christlich; Sozialdemokraten, die alles mögliche sind, nur eben nicht sozial; Grüne, die einfach nur rot sind.

Oder will jemand ernsthaft behaupten, eine Partei, die praktisch keinen Finger krumm macht für von Moslems verfolgte und vertriebene Christen, andererseits aber Moslems ins Land holt und den Islam als Faschismus in unserer Zeit zum Teil Deutschlands erklärt und das noch für eine Art Bereicherung hält, wäre christlich? Nicht an den Christdemokraten ist heute noch christlich. Vom Patriotismus will ich gar nicht erst reden.

Und die Sozialdemokraten sind zwar demokratisch - nur so lässt sich erklären, dass sie per Akklamation ihre Anführer wechseln, wie andere Leute das Hemd. Aber ihr Begriff von sozial ist bestenfalls rassistisch zu nennen. Geld für Flüchtlinge können sie gar nicht schnell genug überweisen; Wohnraum schaffen gehört zum Programm, als arabische Großfamilien lautstark danach verlangen; und Schulen werden gebaut, seit Mohammed und Abdullah ihre Kinder aus dem Morgenland an deutsche Hochschulen schaffen.

Doch den Gipfel erklimmen die Grünen. Sie, diese Resterampe ideologischer Konstrukte des letzten Jahrhunderts - ein wenig Marx, ein bisschen Frieden, viel unerträgliches Papperlapapp -, springen wegen ihrer intellektuellen Armseligkeit nur noch ästhetisch ins Auge. Wie ein Wischmopp - hier in geföhnt-trockenem, dort in feucht-fettigem Zustand. Selten hat eine Haartracht besser gepasst, als bei Claudia und Anton, den beiden ersichtlich typischsten Protagonisten schlechten grünen Geschmacks.

Mit diesem Volkssturm westdeutscher Machenschaften will Merkel ihre Kanzlerschaft retten? - Wer das glaubt, der weiß: Sie ist schon am Ende.

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Samstag, 23. Juni 2018
Der verdrängte Völkermord

In einem Who is Who der Völkermorde stünden Namen wie Pol Pot, Adolf Hitler, Joseph Stalin und Mao Zedong, Timur der Lahme, Attatürk, Kaltenbrunner und Berija. Doch zu einem anderen Völkermord findet man keine Namen. Schon dieser Völkermord selber wird selten erwähnt; von den Tätern fehlen in fast allen Fällen die Namen; die Opfer werden seltenst gemeldet.

Die Rede ist von den »verschwundenen Mädchen« - eine Wortwahl, die mehr sagt, als jede Statistik. Denn selbstverständlich sind die Mädchen nicht einfach verschwunden. Sie tauchten, wenn Statistik und Historie nicht grundlegend täuschen, gar nicht erst auf. Sie wurden vor der Geburt fachmännisch beseitigt. Gemeint ist die Abtreibung weiblicher Föten.

Die Technik macht es möglich, das Geschlecht des Ungeborenen bereits im Mutterleib zu erfahren. Und so erlebt eine Tradition in modernen Umgebung eine Art Wiedergeburt: Die Massentötung neugeborener Mädchen. In vielen Ländern war sie insbesondere in den Kreisen der Ärmsten Gang und Gäbe. Weibliche Säuglinge wurden wie junge, überzählige Katzen erstickt, ersäuft oder man ließ sie verhungern. In einigen Gegenden überließ man sie ihrem Schicksal; hängte sie in Körbchen an einen Baum. Schwer vorstellbar, dass jemand das Schreien und Wimmern ertrug.

Die moderne Technik ist da humaner - zumindest die Nerven der Täter werden geschont. Zu sagen, man wüsste nichts von dem Morden, ist jedoch falsch. In Deutschland hat der Gesetzgeber nicht zufällig die Bekanntgabe des Geschlechts auf den Zeitpunkt verlegt, nachdem eine Abtreibung nicht mehr legal ist. In China und Indien ist das Morden seit langem bekannt. Und doch: Erst seitdem nicht mehr alle Männer einen menschlichen Paarungspartner abkriegen, setzt ein Umdenken ein. Der geschädigte Mörder als Weltverbesserer - wenn das keine Ironie ist.

Die Praxis - auch so ein Euphemismus -, weibliche Föten - und gleich das nächste Wort, das der Ablenkung dient; die Praxis weibliche Föten abzutreiben, ist wahrscheinlich unterschiedlich verbreitet. Bekannt sind China, Indien und Albanien; Pakistan ist umstritten. Und noch umstrittener ist der Schluss, dass es sich um Genozid handelt. Denn die meisten Eltern entscheiden sich bei einer Abtreibung für alle möglichen anderen Indikationen. Der Schluss auf den Massenmord wird rein statistisch gezogen. Man kann ihn also, der Mathematik seis gedankt, auch logisch verleugnen, besser verdrängen.

Seltsam - in einer Zeit, in der wir alles mögliche retten, in der Brathähnchen einigen als Mordopfer gelten und Veganer sich wie heilige Kühe benehmen; in einer solchen Zeit widmet sich kaum einer diesem möglichen Massenmord der Moderne. Denn das sollte klar sein: Das Geschlecht eines Fötus lässt sich nur in den besseren Krankenhäusern diagnostizieren. Auch dieser Genozid ist erst möglich geworden durch Technisierung.

Selbst wenn man also überhaupt erst einmal fragte - es wird nicht gefragt! Es herrscht ein Beschweigen, das, im Unterschied zu Holocaust, Holodomor und Armenien, nicht von oben diktiert worden ist. Dabei ließe, wenn die Daten auch nur entfernt der Wahrheit entsprechen, dieser Genozid alles im Schatten des Bösen verschwinden. Doch der potentielle Massenmord an ungeborenen Mädchen erweckt kein Interesse; kein Mahnmal verweist auf die Opfer, kein Tagebuch auf das Leiden. Auf der Liste der Völkermorde scheint es eine Art Abstiegsrang ins Vergessen zu geben. Und das sogar in einem Land, dessen Selbstbewusstsein sich ganz zuerst seiner Begleichung historischer Schulden verdankt.

Warum dieses Schweigen? Warum die Verdrängung? - Nun, der Grund ist recht einfach. Man muss nur fragen, warum der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien durch wen auch immer so skandalös ist. Warum erschreckt uns das hundertausendfache Erschlagen mit einem Spaten oder einer Machete? - Weil diese Art des Mordens für uns jenseits unserer Vorstellung ist. Niemals könnten wir mit diesen Werkzeugen morden. Also erlaubt uns diese Art des Mordens durch die Distanz, auf die sie uns hält, die ungestörte Aufregung des Guten über das Böse. Nicht einmal im Ansatz kann die Frage entstehen: Sind nicht auch wir dazu fähig?

Das ist bei der Abtreibung anders. Sie gehört zum Geschäft, bei dem wir allenfalls über die Werbemittel in moralische Wallung geraten. Und so hat jede Gemeinschaft ihre Mordwerkzeuge, die sie verdrängt. Wo wir doch stets darauf achten, nicht zu verdrängen.

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Mittwoch, 20. Juni 2018
Klimaschutz

Wörter und Begriffe verraten mehr, als man denkt, sobald man hinter sie schaut. Man muss ihre Fassade durchdringen, die ihre Anwendung aufgestellt hat; dann geben sie den Blick frei auf ihre wahre Bedeutung; dann erkennt man, was der Anwender mit ihnen will, was er macht, was er wünscht.

Klimaschutz ist so ein Wort. - Vordergründig geht es, wörtlich genommen, um den Schutz des Klimas der Welt. Dabei wird, meist artig, um Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen, zwischen Klima und Wetter unterschieden und dann, sehr viel lautstärker, zur Rettung des Klimas aufgerufen. Dabei versteht man unter Klima irgendetwas langfristiges, was das Wetter beeinflusst, und das sich momentan ändert. Zwar kann niemand nicht einmal annähernd sicher sagen, warum das Klima sich ändert - aber für die meisten ist diese Änderung eine Bedrohung.

Damit wird aber deutlich: Tatsächlich gilt der Klimaschutz nicht dem Klima; geschützt werden soll der augenblickliche Zustand. Denn dem Klima ist es egal, wie es sich ändert. Es ist da, solange die Erde so etwas hat wie eine Atmosphäre. Ändert es sich, dann ist es eben ein anderes Klima. Erst wenn die Vernichtung der Atmosphäre vor der Tür steht, ist die Rede vom Klimaschutz sinnvoll.

Mit anderen Worten: Es geht um den Schutz des Klimas, so wie wir es brauchen. Nichts als der schnöde Egoismus der Gattung steckt hinter dem so universellen Begriff, der tut, als stünde die Welt auf dem Spiel. Unsere Welt steht auf dem Spiel. Anderes Klima - andere Gattungen. Einmal mehr erweisen Naturschützer, die sich gerne als Retter von allem aufspulen, als jene, denen es nur um den Eigennutz geht. Nicht, dass das nicht ehrenwert wäre - aber sie sollten es sagen.

Aber das machen sie nicht. Denn sie meinen tatsächlich, das Klima zu retten. Sie sehen sich als Beschützer der Welt - und zwar der ganzen. Allmachtsphantasien nenne ich das. Der sprachliche Missgriff ist also durchaus kein Lapsus. Er verweist auf die politisch-psychischen Dispositionen jener, die Klimaschutz fordern. In früheren Zeiten war man bescheiden und trieb die zu Rettenden auf eine Arche; heute will man die Sintflut verhindern. Zumindest meint man, es zu können. Übermütig geworden, meinen Menschen, wirklich alles erfassen und manipulieren zu können. Wenn eines der Kennzeichen des technischen Zeitalters die himmelschreiende Anmaßung war, alles erdenkliche machen zu können; mit dem Klimaschutz wird sie noch übertroffen.

Und so kommt zum Egoismus die Hybris. Beides ist sündenhaft teuer. Nur das Lachen der Götter, das Lachen der Götter gibt es gratis dazu.

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Dienstag, 19. Juni 2018
Eine Heimat für Araber aus Gaza, Samaria und Judäa

Es ist hier weder Raum noch Zeit, die historischen Hintergründe des Nahostkonflikts zu beschreiben. Aber vor allem macht es wenig Sinn, die Balfour-Deklaration herauszusuchen und in ihrer Originalversion zu interpretieren oder sich auf die Bevölkerungsentwicklung des 19. Jahrhunderts zu berufen; um nur zwei beliebte Ankerpunkte zu nennen. Denn jeder dieser Punkte verweist auf einen weiteren Punkt, der historisch davor liegt. Und so ad infinitum.

Fakt hier und heute und in der letzten Woche ist: Die Araber siedeln in Gaza und könnten dort leben und lieben, arbeiten und eigenen Wohlstand erschaffen. Fakt ist aber auch: Sie machen es nicht. Sie machen immer wieder nur eines: Sie führen Krieg. Ihre neueste Version - nach Selbstmordmördern und Miniraketen - sind kleine Ballons, die sie in Gaza aufsteigen lassen und die, heruntergekommen in Israel, dort zu Brandherden werden, werden sollen. Die sich entwickelnden Flächenbrände sind das erklärte Ziel der Aktionen. Der Flächenbrand als Mittel der Kriegsführung - das hat es schon länger nicht mehr gegeben.

Diese Kriegsführung der Araber in Gaza verstößt, wie schon ihre Raketenangriffe, gegen das Kriegsrecht, das unterschiedslose Angriffe insbesondere mit Brandwaffen ausdrücklich verbietet. Aber davon wollen weder Araber noch die Medien des guten Deutschlands etwas wissen. Sie ergötzen sich offen oder im Stillen und schreien und heulen erst dann wieder los, wenn die Jets der israelischen Luftwaffe über Gaza kreisen, um die Angriffszentren der Hamas unschädlich zu machen. Und dass eine Frau Merkel oder ein Herr Gabriel, diese Freunde der sogenannten Palästinenser, öffentlich über die Angriffe ihrer Schützlinge klagten - darauf kann man warten. Ihre Empathie gilt, wie von jeher, ermordeten, nicht lebenden Juden. Ach, wie oft wurde das schon gesagt. Wie oft wurde das wiederholt.

Denn sie alle hängen an einer Illusion; der Illusion eines friedlichen arabischen Staates in Gaza und auf der Westbank. Doch diesen Staat wird es nicht geben. Nichts, aber auch gar nichts deutet an, dass die Araber dort in Eintracht mit Israel leben wollen. Sie wollen weiterhin Krieg. Ja, ich weiß, nicht alle sind so. Aber eben die meisten.

Und daher gibt es nur eine sinnvolle Lösung: Die Araber aus Gaza und Westbank werden umgesiedelt in ein arabisches Land. Nicht nach Ägypten - dort will man sie erwiesenermaßen nicht haben. Das mag liegen am Neid; die Araber in Gaza leben besser als der Durchschnittsägypter, nur dass er dafür arbeiten muss. Aber das kann auch daran liegen, dass Ägypter keine Araber sind. Aus demselben Grund kommt auch der Iran nicht als Siedlungsraum in die engere Auswahl. Zwar ruft man in Teheran regelmäßig zum Al Quds Tag, der erträumten Rückeroberung der israelischen Hauptstadt. Aber das ist viel Gerede. Kaum ein Iraner würde sein Leben für Jerusalem geben.

Doch selbst in arabischen Staaten wird es schwierig. Mit Jordanien verbindet die Araber aus Gaza und von der Westbank vor allem eines: Der Schwarze September. Jenes Morden, bei dem 1970 mehr Araber aus besagten Gebieten ihr Leben verloren, als in sämtlichen Kriegen gegen Israel zusammen. Und doch: Es ist reichlich Platz zum Beispiel in Jordaniens südlichem Nachbarn. Mit Hilfsgeldern aus Europa und den Hilfstöpfen der UNO, dazu Geld von den freundlich mit Waffenverkäufen gekauften Machthabern in Riad - und schon könnte irgendwo im nirgendwo eine neue Heimat entstehen für jene, die bisher immer nur Kriege begannen und immer nur wieder verloren.

Die Umsiedlung selber lässt sich schnell organisieren. Die UNO ist mit reichlich Personal schon vor Ort. Kein Trauma ständiger Kriege mehr - nur noch Frieden. Dann können die jungen Araber aus Gaza und Westbank endlich zeigen, was in Ihnen steckt. Sie können blühende arabische Landschaften schaffen. Sie können versuchen, besser zu sein, als die jungen Israelis, die anschließend Gaza, Samaria und Judäa besiedeln. Sie können Selbstbewusstsein entwickeln, statt mit Maschinenpistolen um sich zu ballern und die eigenen Kinder in vermintes Gelände zu schicken.

Doch dazu bedarf es deutlicher Worte; Illusionen sind das letzte, was im Nahen Osten gebraucht wird. Deutliche Worte an die Araber aus Gaza und von der Westbank. Kritik an ihrer völligen Unfähigkeit, im Interesse ihrer Kinder zu handeln. Und es braucht ein klares Statement zur rechtlichen Lage: Heimat ist zwar ein Menschenrecht. Doch es sind gerade die Araber aus Gaza und von der Westbank, die jede Woche von neuem erklären, Gaza und Westbank seien nicht ihre wirkliche Heimat.

Erst wer dazu bereit ist, darf hoffen, eine Lösung für das Problem Naher Osten zu finden. Trump hat einen Schritt in die richtig Richtung getan, als er das Plappern stoppte und die amerikanische Botschaft verlegte. Wer den nächsten Schritt wagt ist nicht zu sagen. Er braucht Mut. Den Mut auszusprechen, was viele im Grunde schon denken: Araber raus aus Gaza, Samaria und Judäa. Schafft euch eure Heimat auf ur-arabischem Boden; in dem Land, das nicht zufällig Arabien heißt; in dem Land in der Nähe von Medina und Mekka.

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Sonntag, 17. Juni 2018
Merkels Wertehorizont

Dass ihr die Gesundheit junger, kräftiger Männer aus dem Morgenland wichtiger ist als die Gesundheit junger Frauen, das wissen wir schon. Aber nun hat Angela Merkel ihren Wertehorizont auch für Christdemokraten abgesteckt. Ihr ist nicht nur die Einheit des Landes egal. Selbst die Einheit der Union opfert sie ihren flüchtlingspolitischen Wahnvorstellungen, an denen das Land seit dem September 2015 leidet. Denn nichts anderes bedeutet der Konflikt mit ihrem Partner aus Bayern und das Junktim: Unterstützung meiner mittlerweile von den vielen Medien und Politiker als grundfalsch erkannten Politik der letzten zwei Jahre - oder ihr geht.

In diesem Punkt tappt Frau Merkel in den Fußstapfen ihres einstigen Gönners: Helmut Kohl. Auch dem waren seine spendablen Freunde wichtiger als seine Partei, als er sein Schweigen vor dem Untersuchungsausschuss mit seinem Ehrenwort rechtfertigte. Damals waren die ehrenwerte Männer wahrscheinlich die Chefs diverser Großkapitalunternehmen - heute sind es die ebenso ehrenwerten Manager der Hilfsindustrie. Das gleiche Muster, die gleichen schnöden Motive. Nur ist das Risiko heute weitaus größer. Auf dem Spiel steht die ohnehin schon prekäre Lage des Landes.

Und so zeigen Merkels Allüren und die Reaktionen der Christdemokraten auf, was die CDU schon immer von den Christlich-Sozialen unterschied: Während die einen die Melange der traurigen Reste einstiger konservativ-christlicher Parteien wie des Zentrums war, war die andere tief verankert in bayerischem Milieu und katholischen Traditionen. Deshalb verscherbeln Christdemokraten ihre Seele ohne mit der Wimper zu zucken an den Nächstbietenden - sei er nun Kommunist oder Moslem. Dass an den Händen beider das Blut von ungezählten christlichen Seelen klebt, ist ihnen schnuppe, sofern ihnen nur ein Zipfelchen Macht in Aussicht gestellt ist.

Damit erklärt sich zum einen die mögliche Trennung von den Christlichsozialen. Nicht die Gemeinsamkeit zählt; was zählt sind die Aussichten für Angela Merkel und ihr Küchenkabinett mächtiger Mägde. Die anteilnehmenden Hofbräuler sind ihnen gleich doppelt suspekt: als Männer und als Konkurrenten im Spiel um die Macht. »Everything in the world is about sex, except sex; that is about power.« Merkel ist Macht ohne auch nur einen Anflug von Sex.

Damit erklärt sich auch die Nähe von Grünen und Christdemokraten, über die viele so rätseln. Bei beiden handelt es sich um seelenlose Nachfolgeparteien mit nicht einem Funken Appeal. Die CDU hat das Erbe der bürgerlichen Nationalsozialisten und nationalen Bürger angetreten - die Grünen das Erbe der bürgerlichen Kommunisten und kommunistischen Bürger. Bei Christdemokraten und Grünen handelt es sich um Vertreter totalitärer Bewegungen mit menschlichem Antlitz.

Doch wie das ist mit dem Antlitz - es zeigt nur die äußere Seite. Unter Druck offenbart es seinen wirklichen Kern. Und der strebt stets in Richtung der größeren Macht. Für Merkel ist der Untergang abendländischer Werte längst ausgemacht; dagegen würde sie im Leben nie kämpfen. Also steuert sie die CDU zu den ihrer Meinung nach zukünftigen Mächtigen hin. Ihr ganzer Ausdruck spiegelt das wider. Für jemand mit Seele und Herz ist ihr Anblick schwer zu ertragen.

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Montag, 11. Juni 2018
Fräule*in Roths Instrumentalisierungen

Im politischen Alltagsgeschäft spielt der Begriff der Instrumentalisierung mittlerweile eine wichtige Rolle; ja, er hat sich zum zentralen Begriff der Diffamierung gemausert. Erst vor zwei Tagen durfte das politische Deutschland Funktion und Wirkung betrachten, als Fräule*in Claudia Roth dumm genug war, eine Gedenkminute für die vergewaltigte und ermordete Susanna zu unterbrechen. Diese politisch und moralisch absolute Unmöglichkeit beging sie unter dem unausgesprochenem Hinweis, die Alternative für Deutschland würde die Ermordete lediglich instrumentalisieren.

Dieses Zauberwort der aktuellen politischen Rhetorik kommt immer doppelt daher: Zum einen behauptet es vom politischen Gegner, er würde andere Menschen bloß ausnutzen wollen für seine Zwecke. Zum anderen stellt es die moralische Integrität dessen, der den Vorwurf hervorbringt, ins Licht der Zweifehllosigkeit. Ich, der Anklagende, setze mich ein für die Belange anderer Menschen.

Denn das meint ja die Instrumentalisierung: Menschen werden als Instrumente verwendet. Sie werden Instrument; werden von Menschen zum Werkzeug gemacht. Aber das ist es noch nicht. Denn auch hier heiligt der Zweck jedes Mittel. Andernfalls könnten Parteien wie Linke, Grüne und Sozialdemokraten wohl schwerlich den politischen Gegner anklagen. Sie instrumentalisieren immerzu und jeden, der ihnen grad ins Konzept passt: Überlebende einer angeblichen Atomkatastrophe, hungernde afrikanische Babies, Araber aus Gaza, Samaria und Judäa. Sie alle werden für die Zwecke rot-grüner Politik zu Instrumenten gemacht; werden zu Instrumenten rot-grüner Politik.

Kurz gesagt: Politik instrumentalisiert praktisch immer, ja, Politik ist die Kunst der Instrumentalisierung. Denn nichts anderes machen Politiker, sollen sie machen: Sich einsetzen für die Durchsetzung bestimmter Ziele und Wege dorthin. Dabei bedienen sie die Interessen anderer Menschen. Sie setzen sich für andere ein - um einen Posten zu kriegen oder ein Amt zu ergattern; um ein in den eigenen Augen erstrebenswertes Ziel zu erreichen. Die Interessen beider Seiten gehen also zusammen. Und solange alles im Lot bleibt, ist daran auch nichts schlechtes.

Ins Ungleichgewicht gerät die Instrumentalisierung erst, wenn die Interessen der Instrumentalisierten nicht interessieren oder die Politiker sich sogar konträr zu diesen Interessen verhalten. Doch genau hier wird es schwierig, weil sich Interessen schwerlich festmachen lassen. Wer weiß denn, was die Babies in Afrika wollen oder die Araber in Gaza, Judäa und Samaria; sie wissen es ja häufig nicht einmal selber.

Also werden Interessen erfunden. Und darin sind Linke und Hilfsindustrie wahrhafte Meister; im Erfinden von Interessen anderer Leute. Man setzt sich für andere ein, lautet das Credo. Ja, man kennt deren Interessen besser als sie es selber je könnten, verbreiten mit psychoanalytischem Halbwissen gepuderte Koryphäen der Linken. Kaum eine andere Idee prägt linkes Denken so sehr, wie das Gerede von den »wahren Interessen«, die tief im Inneren jener schlummern, für deren Interessen man sich einsetzen will. Früher waren es einmal Proleten und Arme; dann gesellten sich die Unterdrückten unterentwickelter Länder hinzu; heute sind es afrikanische und arabische Horden. Immer wurden zu ihnen Interessen erfunden, deren Wert für Proleten, Arme, Unterdrückte, Araber und Afrikaner keiner nachprüfen kann.

Im gewissen Sinne haben Linke und Grüne das Prinzip der Instrumentalisierung also ein Stück weit perfektioniert. Sie haben zum Werkstoff Mensch gleich auch eine Maschine zum Erstellen von Interessen erfunden. Damit läuft jeder Vorwurf der Instrumentalisierung gegen Linke ins Leere. Sie drehen sich die Interessen gerade so, wie sie es brauchen.

Doch der wahre Gipfel der Instrumentalisierung wird erreicht, wenn Politiker sich für Tote verwenden. In Deutschland gehört dieser Einsatz für die Belange der Toten seit einem halben Jahrhundert zum Kerngeschäft praktisch aller Parteien: Man erinnert an die 6 Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Erinnerungskultur nennt sich das dann. Und selbstverständlich würde jeder ihrer Vertreter auf den Vorwurf der Instrumentalisierung unwirsch reagieren.

Werden die ermordeten Juden von Mitgliedern deutscher Parteien lediglich als Werkzeug für den Fang von Stimmen benutzt? - Das ist eine Frage, die sich sehr leicht beantworten lässt. Denn die Ermordeten hatten ganz sicher ein Interesse, das nicht einmal linke Wortkasper ihnen ausreden könnten: Das Interesse zu leben. Und es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wo die Ermordeten heute gelebt haben würden: Im einzigen jüdischen Staat auf Erden, in Israel.

Und nun wird deutlich, dass von den Parteien, die im Bundestags sitzen, Linke und Grüne die ermordeten Juden als Instrumente ihrer Interessen verwenden - sie instrumentalisieren den Massenmord an den europäischen Juden.

Insbesondere die Linke ist hier zu nennen. Denn sobald sich die Möglichkeit bietet, lassen sie ihren Hass auf Israel raus. Sie verbreiten Karten, auf denen Israel ausradiert wird; sie paktieren mit arabischen Terroristen. Sie stehen also in einer Tradition mit dem ehemaligen Ostberliner Regime, das die arabischen Staaten noch bei jedem Krieg gegen Israel mit Waffen versorgte.

Bei den Grünen ist es nicht wesentlich besser. Ströbele sticht dabei als Antisemit besonders hervor. Aber über diesen Serientäter hinaus ließen sich auch andere nennen. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie mögen Israel nicht. Damit aber fehlt ihnen jedwedes Recht, sich für die ermordeten europäischen Juden zu verwenden. Oder anders gesagt: Sie instrumentalisieren die ermordeten Juden für ihre schnöden eigenen Zwecke; darin der Reichsbank nicht unähnlich, als sie die Goldzähne der ermordeten Juden verkaufte.

Und die Sozialdemokraten haben schon seit den Tagen Willy Brandts mit dem jüdischen Staat wenig am Hut. Sein Kniefall von Warschau im Dezember 1970 war eine schlaue Geste, um sich Reputation zu verschaffen. Als 3 Jahre später arabischen Staaten Israel mit einem Angriffskrieg überzogen, verweigerte seine Regierung die Rechte für die Zwischenlandung amerikanischer Flugzeuge, die Kriegsmaterial nach Israel transportierten. Heute sprechen führende Sozialdemokraten vom Apartheidregime.

Nun ergeht der Vorwurf der Instrumentalisierung ja aber auch an die Alternative für Deutschland. Ihr wird unterstellt, die von Arabern, Afrikanern und Moslems ermordeten Menschen für ihre überdies bösen Ziele zu missbrauchen. Im gewissen Sinne stellt man die Politiker der AfD also mit den von der Willkommenskultur nach Europa geschleusten Mördern auf eine Stufe.

Doch das ist offenbar Unsinn. Denn was wären wohl die Interessen der ermordeten Frauen? Was würden sie sich wohl wünschen, wenn der Tod ihr Wünschen nicht für ewig zum Verstummen gebracht haben würde? - Die Antwort ist einfach. Sie hätten gebetet, weiter leben zu können. Und sie hätten weiter gelebt, hätte Deutschland die Grenzen geschlossen, oder noch besser: Hätte Deutschland die Grenzen niemals geöffnet.

Die Interessen der ermordeten Frauen - und auch aller anderen Opfer der Willkommenskultur - entsprechen den Forderungen der Alternative für Deutschland. Und daher ist das Gerede von Instrumentalisierung der Opfer in diesem Fall schlichtweg Unsinn. Es ist der ideologische Ausfluss einer Diffamierungskampagne.

Vielleicht hat Fräule*in Roth deshalb so unwirsch und dumm auf die spontane Minute des Gedenkens reagiert. Sie fühlte sich sicher durchschaut. Ein Blick in Ihre kalten, fischigen Augen zeigte jedem im Saal, dass sie kein Mitgefühl kennt. Weder für die ermordeten Frauen - und auch nicht für die Menschen, die in arabischen und afrikanischen Ländern darben. Fräule*in Roth und ihre Grünen kenne nur eines: Sich selber. Der Rest sind für sie eben der Rest - es sind Instrumente.

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Freitag, 8. Juni 2018
Merkels Mädchen Mörder

Es braucht keinen Sigmund Freud, um zu verstehen, welchen Trieben das Treiben der heute Regierenden folgt; aber man kann mit ihm beginnen. Seine große Erfindung, der Ödipus-Komplex, muss nur aufs Sinnvolle angepasst werden. Statt des männlichen Nachkommen nimmt man den weiblichen und statt des Vaters die Mutter. Und schon wird ein Schuh draus; ein blutiger Schuh allerdings.

»Rucke di gu, rucke di gu! - Blut ist im Schuh.« Wer kennt sie nicht, diese Zeilen. Die Mutter, die ihre Mädchen unbedingt verheiraten will. Dafür hakt sie ihnen die Füße zurecht, bis das Blut vom Messer spritzt. Die Vergeblichkeit ihres Tuns kann sie nicht ahnen. Und doch spürt jeder, sie ist die Üble.

Vielleicht denkt jetzt jemand an Helmut Kohl und sein Mädchen; an einen gutmütigen Vater und seine schuldlose Tochter, die gute und schlechte Spenden geschickt voneinander getrennt hat; und das ganz alleine, ohne helfende Tauben. Dann aber hat sie sich zur Mutter entwickelt, allerdings eine Mutter ohne eigene Kinder. Das ist tragisch; was könnte tragischer sein? Aber zu jeder Tragik gehört auch ein Böses; sonst badeten wir alle im Glück.

Die Mutter ist es, die ihre Mädchen als Nebenbuhlerinnen erfährt. Von allen Eltern-Kind-Konstellationen - Vater/Sohn, Vater/Tochter, Mutter/Sohn, Mutter/Tochter - ist diese die am meisten brutale. Ihnen, den Töchtern, soll es nicht besser ergehen. Sie, die die Fortpflanzungsfähigkeit in sich tragen, die sie selber verliert, sie sind ihr Unglück. Also werden Mädchen in Türme gesperrt, Fersen und Zehen abgehackt und vergiftete Apfelhälften verschenkt.

Wenn nun ein Mädchen sich zu eben jener kinderlosen Mutter entwickelt, dann hat das Schicksal ganze Arbeit gemacht. Denn jetzt sucht sich der Racheengel das Opfer. Jetzt darf die Mordlust das Schauspiel selber gestalten. Zuerst sucht die Mutter sich Männer, geeignete Männer, bestialische Männer, Männer, wie sie sie sich vorstellen mag. Das ist der ganze unausgesprochene, für alle sichtbare Sinn jener Selfies mit Syrern gewesen. In Männlichkeit baden hieß die Devise. Holt sie ins Land, damit kinderlose, ältere Weiber sich endlich austoben können und sei es auch nur in Gedanken.

Nein, nicht jeder ist so. Hier und da ist vielleicht ein Märchenprinz unter ihnen. Aber mit dem Wunsch nach dem Prinzen kamen auch die todeswütigen Schlächter ins Land. Jene, deren Prophet Gläubigen das Schänden von Mädchen empfiehlt. Sie dürfen sich nun an die Mädchen ran machen. Und wer auf das Leiden der Mädchen verweist, der ist ungläubig oder rechtspopulistisch. Den darf man auch bei einer Gedenkminute pietätlos unterbrechen. Noch nie hat eine Politikerin ihren sadistischen Charakter vor dem Bundestag dermaßen schamlos präsentiert.

Die Migrationspolitik wird von verletzten, vereinsamten Seelen bestimmt, die, gesteuert von ihren unbewussten Wünschen, größtmöglichen Schaden bewirken. Eine Blutspur zieht sich mittlerweile durch unsere Städte, Länder und Flüsse; eine Spur geschändeter, ermordeter Mädchen, für die sich die oberste Politik nicht interessiert. Im Gegenteil: Der Berliner Senat plant mittlerweile, Kitas auf Flüchtlingsunterkünfte zu bauen. »Frischfleisch für Nafris«, das war mein erster Gedanke.

Wann nimmt dieses Unglück eine Ende? - Schwer zu sagen. Solange ein Wunsch unerfüllt bleibt, bahnt er sich rücksichtslos seinen Weg. Solange werden Mädchen weiter die Fersen und Zehen abgeschlagen; und wie im Märchen bleiben die Täter ungestraft und wird die Rache für die Bluttat an den Opfern vollzogen. Nicht der Mutter - den Kindern picken die Tauben bei der Hochzeit, auf dem Weg zur Kirche, die Augen heraus. Die Mutter verschwindet hinter den Kulissen des Märchens und ähnlich wird Mutter Merkel irgendwann ihre Raute nehmen und gehen.

Obwohl?! - Vielleicht ist die Kinderlosigkeit ja in Wahrheit die Rache der Götter. In einer griechischen Tragödie, gesungen lange bevor unter dem Zwang politischer Korrektheit Reden zum Absondern passender Worte verkam, in einer griechischen Tragödie wäre das so. Und ganz sicher fände sich auch noch ein Gott, der darüber lachte. Denn Gerechtigkeit kommt von Rache. Wären da nicht die Schreie der geschändeten Mädchen - man könnte die Rache im Stillen genießen.

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Mittwoch, 6. Juni 2018
Ist Norwegen ein Bundesland?

Neulich wurde im Geschichtsunterricht meines Sohnes nach den Bundesländern gefragt. Ein Schüler begann aufzuzählen: »Brandenburg...« - Kurze Pause - »Sachsen...« - Eine längere Pause. Und dann zögerlich: »Nor…, Norwe...« - Ein anderer Schüler: »Norwegen?« - Der Gefragte: »Norwegen! Richtig: Norwegen« Der Lehrer wendete sich verzweifelt ab; als mein Sohn politisch unkorrekt korrigierte: »Norwegen ist schon seit 1945 kein Bundesland mehr.«

Ich kenne die Reaktion des Lehrers nicht. Aber in einem bin ich mir sicher: Jeder Proteststurm gegen diese politisch unkorrekte Bemerkung wäre in Lachen übergegangen und damit verpufft. Und dabei hätte niemand die Leiden der Norweger im Zweiten Weltkrieg vergessen: Im Krieg, während der Besatzung, die unglückseligen Geschehnisse nach jenem Krieg. Jeder hätte in jenem Lachen erkannt, dass sich hier eine Jugend von den Verbrechen ihrer Väter und Vorväter losreißen will.

Und damit bin ich beim Punkt: Allen Versuchen, Gauland und seinen Vogelschiss politisch zu retten, fehlte der Witz. Statt darauf zu verweisen, dass Hitler nicht mehr als Vogelschiss bezeichnet werden darf, machte sich die AfD in abgetakelten Rechtfertigungen schlimmstenfalls lächerlich. Denn auch sie, die AfD, hat, sehr zu meinem Leidwesen als AfDler, keinen Humor. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit.

Ja, da sind die Reden von Gottfried Curio und etwa seine Bemerkung: »Der Niedergang der SPD ist Parteisterben von seiner schönsten Seite.« Aber sie ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Und es ist eine hartnäckige Regel. Es ist die Regel, die deutsche Politiker gerne befolgen: Sei Ernst. In diesem Punkt ist die AfD keine Alternative zur deutschen Politik. Leider muss ich noch einmal sagen. Denn mit Humor würde sie sehr viel mehr schneller erreichen. Insbesondere könnte sie die bösartigen Angriffe und Unterstellungen leicht retournieren.

Nun sieht sich die AfD - wie übrigens auch ihr politischer Gegner - aber auf einer Mission; und solche sind nun einmal ernst. Sie wühlt in dem und würgt an dem, was wir Vergangenheit, hier deutsche Vergangenheit nennen. »Die längste tiefste Vergangenheit, haucht uns an und quillt in uns herauf, wenn wir "ernst" werden«, schreibt Nietzsche. Den einen geht es um die Rettung der Welt und ihrer Flüchtlinge - den anderen um das eigene Land. Aber ernst muss es sein.

Die Alternative für Deutschland fragt immer wieder, was sie von den vorletzten erfolgreichen deutschen Revolutionären lernen könne. Ganz einfach: Die Studenten von '68 hatten Humor. Ihre Aktionen atmeten Witz und verbreiteten darüber beißenden Spott; allerdings auch nur in den ersten Jahren. Dann wurden ihre Vertreter bierernst, später Marxisten.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Denn machen wir uns nichts vor: Die Lage des Landes ist tatsächlich todernst. Das böse Erwachen steht der Mehrheit erst noch bevor. Aber gerade das macht den wirklichkeitsstarken Charakter: Dass er unter Beschuss nicht die Distanz zu sich selber verliert. Denn Humor zeigen in ernster Lage ist ein Zeichen von Selbstironie. Und die ist eine tödliche Waffe gegen jeden moralisierenden Schwätzer.

Denn das Lachen über den in diesem Falle politischen Witz verbindet. Es offenbart eine Basis. Gemeinsam lachen schafft eine innere Nähe. Über den Witz des wirklichen Feindes lachen wir nicht. Er wird immer als böse empfunden.

Den Reden und Aktionen der AfD fehlt der Humor. Daher wirken die Provokationen der AfD häufig so hölzern oder einfach nur albern. Aber Albernheit ist kein Humor. Albernheit zeugt eher von fehlender Tiefe, von fehlendem Ernst. Ich möchte es noch einmal betonen: Humorvoll ist durchaus nicht das Gegenteil von ernsthaft. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wer den Ernst einer Lage erkennt wird sich Erleichterung durch Lachen verschaffen. Galgenhumor nennt man das. Er beweist, dass wir den Ernst der Lage kaum noch ertragen. Es zeigt unsere menschliche Seite.

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Sonntag, 3. Juni 2018
War Hitler Vogelscheiße?

Worüber hätte sich Adolf Hitler wohl mehr empört? Über eine Bemerkung, die ihn als dämonisch und als das absolut Böse darstellt; oder über den Vergleich mit dem mickrigen Haufen Scheiße, den eine Taube auf Bahnsteigen und Bürgersteigplatten hinterlässt.

Nun, man darf vermuten, der Vergleich mit einem Vogelschiss hätte ihn härter getroffen. Denn der Vergleich macht den deutschen Kanzler der Jahre 1933 bis 1945 nicht nur klein; er degradiert ihn zu dem Haufen Scheiße, der er tatsächlich war. Damals hätte der Vergleichende mehr als eine Beleidigungsklage zu erwarten gehabt. Nein, der Vergleich mit einem Vogelschiss ist wirklich nicht nett. Und die Tatsache, dass von Vogel- und nicht etwas von Fliegenscheiße die Rede ist, hätte schwerlich zu mildernden Umständen beim Verfahren vor einem Volksgericht geführt.

Und doch empören sich die Vertreter des Gutdeutschen Reichs über Alexander Gauland, der den Führer und Kanzler in einer Rede als »Vogelschiss in der Deutschen Geschichte« beschreibt. Sie, die Politiker und Medien, möchten lieber die Größe Hitlers besonders betonen. In diesem Sinne liegen sie, vertreten z.B. durch Frau Kramp-Karrenbauer, auf einer Linie mit Adolf Hitler. Ihm hätte die Kennzeichnung womöglich gefallen.

Während also Gaulands Vergleich einer Beleidigung gleichkommt, wird Adolf Hitler durch die Dämonisierung erst die Bedeutung verliehen, die er nicht verdient und in keinem Fall kriegen sollte. Denn das gehört zum Bösen dazu: Es will sich verewigen lassen. Sein Namenszug soll sich einer Epoche einschreiben. Terroristen kennen die Absicht. Würden sie wissen, dass niemand sich ihrer Namen erinnert - es hätte die Anschläge von New York mit einer guten Wahrscheinlichkeit nicht gegeben. Statt dessen avancierte Osama zum Lieblingsnamen der Söhne moslemischer Eltern.

Dieser Aufwertung Hitlers durch dessen Dämonisierung machen sich alle jene mitschuldig, die sich jetzt über den Vergleich Hitlers mit einem Haufen Vogelscheiße moralisch mokieren. Schlimmer! Aus der Dämonisierung Hitlers wird die Dämonisierung des politischen Gegners. Und gegen das wirkliche oder auch nur vermeintlich Dämonische ist jedes Mittel erlaubt.

So liefert die Dämonisierung Hitlers dem Kampf gegen Hitler, den einige offenbar immer noch führen, die Rechtfertigung, es am Ende wie Hitler selber zu machen. Nicht zufällig klingt »Nazis raus« mittlerweile wie eine Parole jener Nazis, die man loswerden will. Die Aussetzung von verfassungsrechtlich zugesicherten Rechten wird für selbstverständlich erachtet. Für die Durchsetzung der Aussetzung sorgen sogenannte aufrechte Bürger in Eigenregie. Natürlich geht es ihnen nicht um Demokratie; es geht ihnen allein um den Erhalt der eigenen Herrschaft mit Hilfe der Straße.

70 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus driftet Deutschland exakt in jenen Zustand hinein, den es angeblich aufrecht bekämpft. Selbst der Judenhass ist wieder zurück; ins Land eingeschleppt von jenen Figuren, die sich für die Aufrechten halten. Das, und nur das, ist wirklich dämonisch.

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Mittwoch, 30. Mai 2018
Das Böse der Guten im Bamf

Nun ist es raus: Die Leiterin der Bremer Bamf-Außenstelle gesteht ihre Tat. Sie hat das Recht bewusste und munter gebrochen. »Ihr sei es«, sagte Ulrike B. laut Bild-Zeitung, »bei ihrer Arbeit stets darum gegangen, dass Menschen in Not zählten, nicht blanke Zahlen.« Kurz gesagt: Sie hat das Recht für das Gute gebrochen.

Niemand wird es wagen, der Rechtbrecherin daraus einen Vorwurf zu machen. Der Einsatz für das Gute rechtfertigt jedes Vergehen. Daher kramt man nun alle möglichen Vorwürfe raus. Sie habe Geld von den Antragstellern genommen; sie sei eine Vertreterin der Hilfsindustrie; sie wollte als Unterstützerin der Kanzlerin des Guten ihre Karrierechancen verbessern. Alle Vorwürfe lassen sich auf einen verkürzen: Sie hat es aus Egoismus getan. Und das Gerede vom Mut, das Recht im Interesse der armen Kreaturen zu brechen, sei nur das argumentative Deckmäntelchen für ihre Raffgier. Schutzbehauptung nennt man das vor Gericht. Der Volksmund sagt Lüge.

Nichts könnte weiter weg sein von der Wahrheit. Ulrike B. hat höchstwahrscheinlich wirklich aus sogenannter Nächstenliebe, die sie als Fremdenliebe interpretiert, das deutsche Recht nach Lust und Laune gebrochen; nach Gutsherrenart sozusagen. Ulrike B. ist tief überzeugt von der Richtigkeit ihres Handelns. Denn sie kämpft für die Menschen und gegen Zahlen. Mich wird es nicht wundern, wenn sie sich in den nächsten Tagen als mutige Dame ins linke Licht schiebt. Medien, Grüne und Linke werden es ganz sicher zu drehen verstehen. Denn auch sie sind der Meinung: Bei ihrem Kampf für das Gute ist alles erlaubt.

Dabei kann sich Ulrike B. auf ihre oberste Chefin berufen. Denn nach der Devise, das Gute heiligt die Mittel, regiert Angela Merkel seit 13 Jahren. Ihren vorläufigen Höhepunkt erlebte diese rechtsfreie Haltung im September 2015, als im Interesse hundertausender Flüchtlinge das Recht ausgesetzt wurde. Der Zweck heiligt die Mittel, lautet das Motto der Guten.

Dieses Diktum wird von jeher von jenen gepredigt, die meinen, die Welt zu verbessern. Sie befinden sich auf einer Mission, sie haben Visionen. Im Umkehrschluss lassen sie alle rechtlichen Schranken links liegen.

Doch was mit systematischem Rechtsbruch begann, endete ausnahmslos im Verbrechen. Wer für das Gute kämpft, darf in der Manier eines Reichsstatthalters die Zwangsbesiedlung Osteuropas mit Syrern verlangen; er schert sich einen Dreck um die demokratischen Rechte von Polen, Ungarn und Tschechen; am Ende wird er gewalttätig werden und die Bösen ins Lager verbannen. Rudi Dutschke, der Kommunist mit menschlichem Antlitz, hat die Massenmorde in Russland und Ukraine, denen in den 1930er Jahren bis zu 15 Millionen Menschen zum Opfer fielen, als schrecklich bezeichnet - um sie dann zu relativieren, indem er von der guten Absicht der Massenmörder schwadronierte.

Die Endstation der Politik des Guten ist aber immer die von linken Ideologen installierte Hölle auf Erden: der GULAG. Und auf exakt dieser Linie bewegt sich Ulrike B. aus dem Bamf. Dass die Öffentlichkeit das nicht wahrnimmt, sondern ihr unlautere Absichten unterstellt, beweist, dass dieser Zusammenhang - der Zusammenhang des Guten z.B. in dem politischen Denken der Linken und deren Verbrechen - bis heute nicht wirklich untersucht worden ist. Andernfalls wäre nicht immer wieder davon die Rede, das Massenmorden sei ein Missbrauch der an sich guten Idee des Kommunismus. Das blutrote Lagersystem ist das notwendig Böse in jeder linken Idee. Es gehört zum Kommunismus wie das KZ zum Nationalsozialismus. Doch es ist schlimmer. Denn das Böse des Bösen kann man erkennen; das Böse des Guten gibt sich dagegen als sein Gegenteil aus.

Die Verbindung zwischen Ulrike B. und den Schergen linken und rechten Faschismus mag auf den ersten Blick übertrieben erscheinen. Indes, wer rechtsradikale Brandstifter als Nazis bezeichnet, muss damit leben, dass dieser Auswuchs des Guten, der die Leitung einer Landesbehörde infiltriert und infiziert hat, in den historischen Kontext gerückt werden darf und sogar muss, in den es gehört. Denn das Böse der Guten im Bamf ist in Wahrheit das, was es ist: Es ist böse.

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Donnerstag, 10. Mai 2018
Verantwortung für Israel?

Heute, am Jahrestag der Regierungsübernahme durch Winston Churchill, droht Israel wie damals England Gefahr. Wieder einmal nähern sich arabisch-moslemische Truppen dem schmalen Land, das sich seit 70 Jahren noch gegen jeden Angriff erfolgreich gewehrt hat. Da sind zum einen die iranischen Truppen, denen Russen und Syrer den Weg zum Golan freigekämpft; zum anderen begeben sich arabische Horden an die israelischen Grenzen mit dem Ziel, sie "friedliche" überschreiten zu wollen. Hier mit Frauen und Kindern, dort mit Waffen, wollen Araber und Moslems endlich zur Endlösung schreiten.

Und natürlich schreit das politische Berlin: Wir, die Deutschen, tragen eine Verantwortung für Israel, für den jüdischen Staat.

Das ist schon ein bemerkenswerter Haufen, das politische Berlin. Wenn in Deutschland wie selbstverständlich israelische Fahnen in Feuer geschickt worden sind, dann greifen die Institutionen nicht ein; nein, sie verweisen auf Recht und Ordnung in Deutschland; und dieses erlaubt nun einmal das Verbrennen der Symbole des jüdischen Staates. Denn man weiß ja um die Verantwortung für den jüdischen Staat. Im Ernstfall, der im Interesse Israels und angesichts des Zustands der deutschen Streitkräfte hoffentlich niemals eintreten möge, im Ernstfall würden wir uns verantwortlich zeigen.

Aber gibt es sie überhaupt? Gibt es diese Verantwortung für Israel überhaupt? Steht Deutschland, stehen Staaten überhaupt in einer Verantwortung für andere Staaten?

Ja, es gibt solche Fälle. China trägt Verantwortung für Nordkorea. Russland für Syrien. Moskau war verantwortlich für Ostberlin. Verantwortung tragen Staaten für Staaten, die zu ihnen gehören, die nicht selbstständig sind. Es ist eine Verantwortung, die sich aus der Vertretung ableitet. Wer von Ostberlin etwas wollte, der hat im Kreml gefragt; von dort kam die Antwort; oder auch nicht. Für das Ungemach, das über Ostasien auszubreiten sich Nordkorea immer wieder redlich bemüht, trägt Peking in letzter Instanz das, was wir Verantwortung nennen. Es ist ein Verhältnis, wie Eltern es von ihren Kindern her kennen. Oder ein Bewährungshelfer für den, von dem man erwartet, dass er sich bessert.

Damit ist klar: Verantwortung trägt Deutschland ganz sicher nicht für den jüdischen Staat. Es wird aber ebenfalls deutlich: In Berlin fühlt man sich nach wie vor den Juden in Jerusalem überlegen. »Die Juden können es nicht.« Das will man mit dem Gerede von der Verantwortung sagen. Wir, die deutsche Regierung, müssen früher oder später für das einstehen, was die israelische Regierung dort unten anrichten wird. Sei es, dass sie die arabischen Horden mit Waffengewalt vom Überschreiten der Grenzen abhält; sei es, dass sie Luftangriffe gegen die iranischen Verbände und Atomanlagen befiehlt.

Haben die USA 1940 Verantwortung für England empfunden? - Das haben sie sicherlich nicht. London war ein befreundeter Staat, den Washington nach Möglichkeit unterstützte. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Die Unterstützung zeigte sich in den Waffen, die man schickte. Sie zeigte sich in der Besetzung Islands durch amerikanische Truppen lange vor dem Kriegseintritt der USA. Einem Freund gegenüber wird niemand von Verantwortung sprechen, die man dem Freund gegenüber verspüre. Man steht für ihn ein. Aber man nimmt ihm nicht das Antworten ab. Verantwortlich ist er sich selbst gegenüber. Dann, und nur dann, nehme ich jemanden ernst.

Die momentane Regierung Deutschlands sieht in Israel keineswegs einen Freund. Merkel und ihre Minister mögen das sagen. Aber es ist nur das Gerede von Leuten, deren Worte und Taten verraten, wie sich wirklich zu Jerusalem stehen. Die deutschen Medien, Sprachrohr von Regierung und Hilfsindustrie, sagen es laut: Sie schimpfen auf Israel, wo sie nur können. Erst gestern durfte ein linker Hetzer den israelischen Ministerpräsident Netanjahu als Überzeugungstäter titulieren.

Das also ist die ganze Wahrheit. Sie, die deutsche Regierung, Hilfsindustrie und Medien, mögen den jüdischen Staat nicht. Wahrscheinlich hoffen sie auf eine weitere Flüchtlingswelle, diesmal aus Jerusalem, Haifa und Tel Aviv. Mit bestem Gewissen würden sie 6 Millionen flüchtende Juden aufnehmen und das, gnädig, wie sie sind, als humanitären Ausgleich für die ermordeten Juden verkaufen.

Doch keine Sorge, das wird nicht passieren. Denn die USA stehen zu Israel wie damals zu England. Es mag keine Freundschaft geben zwischen Staaten. Aber es gibt eben auch die Ausnahmen von dieser Regel.

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Mittwoch, 25. April 2018
Zur Kippe tragen

Wenn es um Juden geht, dann werden deutsche Politiker zu den herrlichsten Lügnern. Dann kennen sie kein Halten mehr beim Heucheln und schleimigen Anbiedern. Dann sind sie so, wie sie sind. Und nicht nur die Politiker.

Nach dem Übergriff auf einen Nicht-Juden, der eine Kippa trug, befindet sich die Stadt im moralischen Erregungszustand Stufe Drei. Schnell wurde eine Aktion einberufen: »Berlin trägt Kippa«. Berlin trägt keine israelischen Fahnen. Berlin trägt keinen Davidstern. Berlin trägt Kippa. Denn nur mit diesem Strickmützchen kann man sich harmlos geben. Harmlos gegenüber moslemischen Tätern, harmlos gegeüber den Parteigenossen, harmlos gegenüber dem eigenen Klientel, das längst das antisemitische Niveau des Stürmers erreicht hat.

Eine israelische Fahne zu tragen - dazu hätte es Mut bedurft. Doch den hat diese Stadt schon seit langem nicht mehr. Sie tut nur noch so und ist in Wahrheit längst wieder dort, wo sie schon einmal war. Wer das nicht glaubt, sollte in Neukölln eine Fahne mit dem Davidstern hissen - er wird sein blaues Wunder erleben. Heute, am Tag der Aktion »Berlin trägt Kippa«, haben es tatsächlich zwei Männer gewagt. Schnell wurde deutlich, dass die Reaktion der Bevölkerung ungefähr dem entsprach, was man sonst nur in Geschichtsbüchern aus dunkelsten Tagen nachlesen kann: Der Mob fiel über sie her.

Doch nicht nur der Mob trug sein Ansinnen vor. Die Berliner Medien waren nicht besser. Der Tagesspiegel hatte ernsthaft vor der Aktion Moslems als die noch als Opfer ungleich behandelten Opfer entdeckt. Das nenne ich eine Volte. Zu einer Aktion, deren Anlass die wiederholten moslemischen Übergriffe auf Juden waren, fällt einem deutschen Journalisten nichts weiter ein, als auf Moslems als Opfer zu weisen. Da hat einer aus der Geschichte auch wirklich gar nichts gelernt. Oder doch? Denn eben so argumentierten nach dem verlorenen Krieg die Täter.

Wer glaubt, das wäre schon der Gipfel der Dreistigkeit, wurde durch Frau Käßmann von der evangelischen Kirche widerlegt. Sie würde es am liebsten gesehen haben, wenn reihum alle Schüler Kippa, Kopftuch und was weiß ich noch was trügen.

Da hätte ich eine gute Idee als Ergänzung. Warum trägt Berlin nicht ein Braunhemd? Oder ein Hakenkreuz am Revers? Das wäre nämlich genau absurd. - Wenn wir schon islamische Täter hofieren, dann doch bitte auch die nicht-moslemischen Täter aus der deutschen Geschichte. Zur Erinnerung: Moslems haben aus dem Irak und aus Syrien hunderttausende Christen vertrieben; Juden waren keine mehr da; die wurden schon vor 70 Jahren verjagt. Aber, Frau Käßmann, es kuschelt sich so viel schöner mit den geistigen Brüdern und Schwestern der Täter, nicht wahr.

»Berlin trägt Kippa« - diese Aktion ist eine Lüge. Denn Berlin ist schon wieder, steigend mit dem Anteil von Moslems, antisemitisch. Diese Heuchler tragen ihren neurotischen Philosemitismus am besten zur Kippe. Liebe zum Judentum wird nicht mehr von ihnen erwartet; es ist sogar schädlich, wenn sie wollen, dass Moslems sie zukünftig wählen. Und seien wir ehrlich: Wer millionenfach Moslems ins Land holt und den Islam zum Teil des Landes erklärt, der holt nicht nur Antisemiten ins Land; er ist selber antisemitisch.

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Mittwoch, 14. Februar 2018
Die Opfer von Dresden verheizen

Gestern war der Jahrestag des Luftangriffs auf Dresden. Wieder einmal. So wie seit 73 Jahren. Also seit jener Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945, in der die britische Royal Air Force die Stadt an der Elbe in Schutt und Asche legte. Schon in den Tagen nach dem Angriff, als die ersten Details an die Öffentlichkeit drangen, wurde der Angriff zu einem Politikum. Goebbels nutzte ihn zu Propagandazwecken, indem die Deutschen bei der Stange zu halten. In England setzte Kritik ein, die damit endete, dass dem Bomber Command und seinen Soldaten eine spezielle Auszeichnung für ihren Mut und ihre Tapferkeit verwehrt blieb.

Das Gedenken an die Opfer hat also eine lange Geschichte. Sie ist im wesentlichen geprägt von einer Instrumentalisierung der Opfer. Mal wurden sie von rechts zu Opfern bestialischer Westalliierter buchstäblich gebrandmarkt; dann stilisierte man sie zu Opfern »des Krieges«; als wäre es nicht um diesen Krieg gegangen, sondern um den jeweiligen, den man gerade meinte: gestern Vietnam, heute Syrien. Wieder andere feierten den Angriff als gerechte Strafe an Frauen und Kindern. So oder: Es ging nie um die Menschen, die in den Kellern verbrannten oder erstickten.

Und so auch gestern nicht. Mit einer Menschenkette gedachte man um 21.45 jener Winternacht im Februar 1945. Eine Menschenkette um die ehemalige Altstadt. Diese Ästhetisierung der Masse hätte Goebbels sicher gefallen. Welche Botschaft in einer Menschenkette um ein nicht mehr vorhandenes Stadtgebiet liegt, lässt sich schwerlich beschreiben. Will man das Entkommen der Opfer gleichsam symbolisch verhindern? Sie, die damals vor allem dann dem Tode geweiht waren, wenn sie ihre Keller nicht verließen. Das wäre eine elende Symbolik. Aber wahrscheinlich hat sich keiner etwas dabei gedacht. Eine Menschenkette ist in Deutschland schon an sich etwas gutes.

Und natürlich hat man gestern auch die aktuelle Politik einbezogen. Man warnt wieder einmal vor Krieg, erinnert aber ausdrücklich an die Ideologie, die den Krieg erst möglich gemacht hat und die heute wieder von neuem entsteht. Das war von den Veranstaltern der Menschenkette nicht auf ihren Massenaufmarsch gemünzt, der sich nahtlos einreiht in die faschistischen Massenaufmärsche. Es war an die Demonstranten der Alternative für Deutschland gerichtet.

Diesen Demonstranten hätte man das Gedenken an die Opfer am liebsten verweigert. Welch perfide Idee. Man verbietet anderen Deutschen der Opfer von Dresden zu gedenken. Hier hat die Erinnerungskultur ihren wahren Kern und zugleich den Gipfel ihrer moralischen Perversionen erreicht. Erinnerung ist zum Kult degeneriert. Und wie jeder Kult braucht es etwas, das es gilt auszutreiben. Das Gedenken an die Opfer von Dresden ist endgültig zum Ritual einer entarteten Kultur des Erinnerns verkommen.

Ein Erinnern an jene Nacht ist in diesem öffentlichen Rahmen nicht möglich. Nicht, solange man mit den Opfern etwas aussagen will. Mit diesen Aussagen werden die Opfer nur noch einmal wehrlos buchstäblich verheizt.

Doch wie will man der Stunden gedenken: Dem ersten Heulen der Sirenen, das von den meisten nicht ernst genommen wurde; dem Flackern der Leuchtfeuer, die die Todeszone markierten; den ersten Bombeneinschlägen. Das wurde alles vielfach und mit allerlei literarischer Kunstfertigkeit beschrieben, angefangen mit jener berühmten Bemerkung Gerhard Hauptmanns: »Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens.«

Und doch wurde das alles schon am nächsten Tagen Geschichte, von der nur die Stille in den Ruinen noch künden konnte. Dresden im Winter 1946. Die Trümmer standen noch, soweit Trümmer denn stehen. Man nahm Abschied von der Stadt. Sie war vergangen. Vielleicht wäre ein getreuer Wiederaufbau wie in Warschau ein wahres Erinnern gewesen. Es kam nicht zustande. Dresden wurde nicht wieder errichtet wie Warschau. Es fand sich kein Stolz, der die Opfer dem Vergessen entrisse.

Und heute spendet Deutschland sein Geld lieber jenen, die man für Geflüchtete hält.

Man will gar nicht an die eigenen Opfer erinnern. Man will sie benutzen. Man will das eigene Weltbild erhalten, in dem ein wahres Erinnern bloß störte. Ein Erinnern, das mit den Opfern jener Nacht ein Band binden würde, das sie als Brüder und Schwestern und Opfer des gleichen Landes erkennte.

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Samstag, 27. Januar 2018
Ein konservatives Manifest - Was soll das sein?

Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Konservatismus. An jeder Ecke verteilt jeder Denker, der was auf sich hält, Anleitungen zum Glücklich-Sein mit Hilfe von »guten alten Regeln«, »Traditionen«, »ewigen Werten«. Ja, in einer aktuellen Streitschrift werden sogar Zehn Gebote geboten. Als wäre Konservatismus eine Sache der Willensentscheidung. »Wie 68, nur andersrum«, tönt es prägnant über den Marktplatz der Ideen.

Und richtig: 68 scheint ideologisch am Ende zu sein. Die Grünen haben ihren Zenit längst überschritten, die Bildungsreformen sind lange gescheitert und die von Linken und Linksliberalen beherrschten Medien suchen verzweifelt nach Zuschauern, Lesern und Hörern. Wäre nicht die Gebühreneinzugszentrale… Aber das ist ein anderes Thema.

Das Thema ist der Konservatismus; oder soll ich lieber sagen: Der sogenannte Konservatismus? Denn scheinbar verstehen viele unter »konservativ« sehr verschiedene Dinge. Sogar von einer »Erotik des Konservatismus« kann man schreiben, als wäre »konservativ« ein Aphrodisiakum mit dem Politikverdrossenheit erfolgreich bekämpft werden kann. Dabei stand der Begriff einmal für den Mief, den politischer Spießer verbreiten.

»Konservatismus« kommt von »konservativ« und »konservativ« kommt, das wurde oftmals gesagt, von lateinisch conservare, d.h. konservieren, bewahren. Zu sagen, Konservative glaubten »an immer neue Anfänge aus Geschichte« ist daher falsch. Und mit 68 hat konservativ inhaltlich schon gar nichts zu schaffen. Die Studenten von damals als konservativ zu bezeichnen, ginge völlig an den Ideen von 68 vorbei.

Aber so war das auch nicht gemeint. »Wie 68, nur umgekehrt«, will eigentlich sagen: »Es findet ein Aufbruch statt«. Nur eben in eine andere, entgegengesetzte Richtung. Nicht links, aber doch liberal; nicht rechts, aber bürgerlich; ein bisschen patriotisch, aber nicht national; und auf keinen Fall, vermute ich mal, rechtspopulistisch. »So entsteht ein Manufaktum des Geistes, bei dem gilt: Es gibt sie noch, die guten, alten Dinge.«

Was ist ein Manufaktum des Geistes? - Übersetzt müsste es heißen: Handwerk des Geistes. Doch was ist ein »Handwerk des Geistes«? - Na ja, zumindest klingt es schön geistig; wie ja ohnehin diese Pamphlete sprachlich zunächst alle mal klingen. Allerdings klingt Manufaktum des Geistes nur halb so schön wie der darauf folgende Satz: »Es gibt sie noch, die guten, alten Dinge.«

Die guten, alten Dinge, die gültigen Dinge, die Dinge, die es lohnt, zu konservieren. Die gibt, die soll es geben.

Die Katze ist aus dem Sack. Konservative sehnen sich nach der »guten, alten Zeit«. Als die Kirche noch im Dorf stand, der Lehrer respektiert wurden und der Schutzmann eine Autoritätsperson war. Die will man zurück. Und so geht es durch die Themen, die zählen: Individuum, Familie, Heimat, Nation, Kulturkreis, Tradition, Recht, Ordnung, Eigentum, Wohlfahrt und schließlich Gott. Sie, diese Dinge, wird uns erklärt, sind wieder gültig.

Ach, wenns doch nur so einfach wäre. Per Willensentscheidung schaffen wir uns die heile Welt von gestern zurück oder uns in die heile Welt hinein. Von heute an glauben wir wieder an Gott, Vaterland, Pflichtgefühl und Familie. Und morgen ist vielleicht sogar der Kaiser zurück. Keine Parteien mehr, die mal auf die schnelle Mitglieder ein- und austreten lassen; hinweg eine Kanzlerin, die ihr eigenes Land im Grunde verachtet und nur zum eigenen Fortkommen ausnutzt; geschlossen eine Kirche, die ihre Gotteshäuser in Supermärkte der Armenspeisung verwandelt und am Ende konsequenterweise an Aldi für eine Büchse Linsen verscherbelt.

Doch es ist nicht so einfach. Denn wer den Glauben einmal verliert, der schafft ihn nie und nimmer per Ansage wieder herbei. Schon gar nicht aus Sehnsucht.

Sicher, es gibt eine Sehnsucht nach Werten. Und es ist ebenso treffend, in den eisernen Regelwerken aus Essens- und Mülltrennungsvorschriften, in den Prangerecken für Raucher, im Zelebrieren von kitschiger Willkommenskultur und wohlfeilem Antifaschismus den kitschigen Ersatz für eben jene Werte zu sehen. Aber wer aus diesem Bedürfnis nach Regeln Werte ableiten will, hat die wirkliche Bedeutung von Werten verpeilt. Im Gegenteil: Er zerrt jene höheren Werte in die Sphäre von Verlangen und Befriedigung dieses Verlangens. Er macht aus Werten das Produkt einer psychischen Spannung, die nach Entspannung sucht und diese irgendwie findet.

Ein so begründeter Konservatismus ist dann aber nicht das Gegenteil von 68 - er ist 68. Konservativ sein ist dann nur eine Mode, der man momentan nacheifern möchte, der man für die nächste Zeit folgt. Konservativ aus Lust. Das hätte den Kommunarden von 68 sicher gefallen. Sie vertraten die scheinbar Wahrheit des Individualismus: Mach, was Du willst. Macht kaputt, was Dich kaputt macht. Einer, der sich konservativ nennt, und das Individuum an die erste Stelle seinem konservativen Manifest platziert, liegt exakt auf dieser Linie. Mit anderen Worten: Er macht mit dem Konservatismus das, was man auf keinen Fall machen sollte: Er unterwirft ihn der heutigen Zeit und denkt Konservatismus in Titeln wie: »Die sanft lockende Erotik des Konservatismus«. Dann geht es, wie damals, zuerst um den äußeren Reiz. Man trägt heute eben konservativ.

Aber der Zweireiher ist kein Zeichen von Konservatismus. Er ist nur ein äußeres Zeichen für vertretene Werte. Als Zweireiher ist er dagegen nur eine Mode. Und Werte sind keine Mode. Werte werden von außen gegeben. Wenn wir sie vollkommen selber gestalten sind sie das Produkt unserer Willkür. Es sind unsere Werte. Doch eben das ist nicht der Sinn eines Wertes. Einem Wert wird gefolgt. Ein Wert ist von außen gegeben. Ein Wert wird geglaubt.

Werte fußen im Glauben, d.h. man muss an sie glauben. Und mit dem Glauben ist es wie mit dem Weihnachtsmann. Ein Kind, das hinter dem roten Mantel und dem weißen Bart den eigenen Onkel erkennt, hat den Glauben verloren und kriegt den Weihnachtsmann niemals wieder zurück. Das ist die einfache und traurige Wahrheit. Die Welt ist von nun an die Welt und sonst gar nichts.

Gibt es also keine Rückkehr der Werte? Bleibt uns das Paradies des selbstverständlich Gültigen auf immer verschlossen? Ist der fehlende Glaube das Schicksal einer konsumistischen Welt? - Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass eine konservatives Manifest, das mit dem Individuum anfängt und Gott ans Ende platziert, nicht ist, was es vorgibt zu sein.

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Donnerstag, 18. Januar 2018
Hindenburg, Luxemburg und die Nazis

Der politisch-mediale Komplex hat so seine historischen Lieblingsfeinde. Da ist zuerst einmal der, den man nicht einmal nennen muss. Da sind andere aus der gleichen sozialistischen Partei. Und natürlich sind da die deutschen und preußischen Militärs. Unter letzteren rangiert Paul von Hindenburg ganz weit oben, während Ludendorff heute kaum noch einem bekannt ist.

Dabei wurde Ludendorff während des Ersten Weltkriegs in einem Atemzug genannt mit Hindenburg und hatte bereits früh mit den Nazis paktiert. Ein Putsch ist nach ihm und dem späteren Führer der Deutschen benannt. Dass Ludendorff deshalb in Vergessenheit fiel, darf man bezweifeln. Die Zeit seiner größten Wirkung ist schlicht zu lange her und hatte auch nicht direkt mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten zu tun.

Das ist beim Generalfeldmarschall und späteren Reichspräsidenten Hindenburg anders. Er gilt gerade in linken und liberalen Zirkeln als Symbol der alten preußischen Machteliten, die sich mit den National-Sozialisten arrangierten, weil sie ideologisch gar nicht so weit entfernt von ihnen lagen. Schließlich hatte Hindenburg der NSDAP durch die Ernennung Hitlers zum Kanzler den Weg an die Schalter der Macht geebnet.

Auch deshalb ist Paul von Hindenburg immer wieder das Ziel der ideologisch begründeten Umbenennung von Straßen und Plätzen. Denn da Hindenburg bis in die 1930er Jahre zu den Helden des verlorenen »Großen Krieges« zählte, hatte jeder Ort in Deutschland seine Hindenburgstraße, wahlweise Hindenburgdamm.

Doch diese Aburteilung ist so erbärmlich wie die Herrschaften, die das Urteil verbreiten. Zwar lässt sich über die militärische Größe Hindenburgs trefflich streiten. Ein Genie war er auf dem Schlachtfeld sicherlich nicht; allerdings war seine Ruhe für die deutschen Erfolge in den Jahren 1914 bis 1918 entscheidend; mancher hat sie mit Altersträgheit verwechselt. Nicht streiten lässt sich dagegen über seine Standhaftigkeit, als es galt, Deutschland Terror und Diktatur zu ersparen.

Am 10. Oktober 1931 wird Hitler dem Reichspräsidenten vorgestellt und die beiden reden deutlich länger als ursprünglich geplant. Doch Hindenburg ist, anders als so mancher Deutsche, wenig überzeugt. Nach diesem Gespräch ist angeblich die folgende, legendäre und gern zitierte Bemerkung gefallen: »dieser böhmische Gefreite wolle Reichskanzler werden? Niemals!« So beliebt war die Anmerkung Hindenburgs, dass sie in verschiedenen Varianten eine Art literarisches Eigenleben entwickelte. Aus dem »böhmischen Gefreiten« wurde ein »österreichischer Gefreiter« gemacht; Hindenburg wurde sogar unterstellt, das angedachte Kabinett personell zu besetzen: »Reichskanzler will der werden? Höchstens Postminister.« Und als reichte das nicht, wurde das Erzählte ergänzt: »Dann kann er mich auf den Briefmarken von hinten lecken.«

Als ab dem Frühsommer 1932 die beiden sozialistischen Parteien - NSDAP und KPD - die Mehrheit im Reich tags besaßen, weigerte sich der Reichspräsident Hindenburg weiterhin standhaft, Adolf Hitler zum Kanzler zu machen. Am 13. August 1932 kommt es zu einem erneuten Gespräch. Diesmal resümiert Hindenburg: »Nein. Er könne es vor Gott, seinem Gewissen und dem Vaterlande nicht verantworten, einer Partei die gesamte Regierungsgewalt zu übertragen, noch dazu einer Partei, die einseitig gegen Andersdenkende eingestellt wäre.«

Diese Bemerkung wird nicht ganz so oft wiedergegeben. Sie zeigt Hindenburg als einen in doppelter Hinsicht bemerkenswerten Geist: Einmal ist ihm die Herrschaft durch eine einzige Partei - ein Markenzeichen der beiden sozialistischen Partei NSDAP und KPD - hochgradig suspekt. Zum anderen spricht er sich für die Rechte Andersdenkender aus. Und mit diesem Gedanken bringt man Hindenburg, im Unterschied zu Rosa Luxemburg, üblicherweise nicht in Verbindung. Dabei meinte die Vordenkerin roter Diktatur mit ihrem berühmten Diktum: »Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden« eben nicht die Rechte jener, die Anderes denken. Sie meinte allenfalls die kleinen sozialistischen Abweichungen vom Weg zum Kommunismus. Unsozialistisch Denkende wären unter Luxemburg im GULAG gelandet.

Generalfeldmarschall Hindenburg war ganz sicher im politischen Sinne kein Liberaler. Aber er vertrat einen Geist, dem die Herrschaft über die Andersdenkenden suspekt war. Einen Kanzler, der gegen Andersdenkende einseitig eingestellt war, wollte er nicht ernennen. Als er Ende Januar 1933 Hitler dann doch zum Kanzler ernannte, tat er das nicht aus Überzeugung, sondern weil er kaum anders konnte, denn Deutschland drohte, in Gewalt zu versinken. Und die Alternative eines weiteren Prädialkanzlers scheiterte am Widerstand auch der Sozialdemokraten. Denen war ein gewählter Hitler lieber als ein verfassungswidriger Kanzler von Hindenburgs Gnaden.

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Dienstag, 16. Januar 2018
Die SPD und die Nazis

Es gibt verschiedene Mythen, also Geschichten von früher, die man sich abends bei einem Wein erzählt und mit denen die Sozialdemokraten die Medien gern unterhalten, mit denen sie Stimmung verbreiten. Ein Mythos berichtet vom Widerstand der Sozialdemokraten gegen die Nazis. Der hat, vertraut man den Worten der Genossen, mit dem Auftritt Otto Wels' im Reichstag im März 1933 eine Art Sternstunde des Parlamentarismus erlebt. In jenen Tagen ergriff Hitler legal die Macht und die Sozialdemokraten stimmten als einzige Abgeordnete gegen das sogenannte Ermächtigungsgesetz und wagten es, in einer emotionalen Rede dem Widerstand der Sozialdemokraten Ausdruck zu verleihen. Nach dieser Rede ergriff Hermann Göring das Wort und über dem Reichstag senkte sich der Vorhang der Parteidiktatur im Gewand der National-Sozialisten.

Soweit die Geschichte, wie Sozialdemokraten sie sich erzählen. Fast könnte man meinen, der Reichstag habe nach diesem 23. März nie wieder getagt.

Tatsächlich hat der Reichstag später noch einmal getagt. Und das mit Sozialdemokraten. Es war am 17. Mai 1933 und es ging um ein einziges Thema: Die erste außenpolitische Rede des seit knapp zwei Monaten regierenden Reichskanzlers Hitler. Sicher, das Land stand im Schatten von Machtübernahme und Gleichschaltung. Aber trotzdem hatte sich die Sozialdemokraten entschlossen, »legale Opposition« zu einer »legalen Regierung« zu spielen.

Widerstand war nicht das Ding der Genossen. Man eierte rum. Mal baten sie die vom Ausland aus operierenden Genossen »keine übertriebenen Berichte über die Zustände und die Verfolgung in Deutschland zu veröffentlichen« und besagter Otto Wels erklärte den Rücktritt aus der Sozialistischen-Arbeiter Internationale; dann wieder liebäugelte man mit Widerstand gegen »die Nazis« und Wels selber zog den Rücktritt an eben dem 17. Mai wieder zurück. Sozialdemokraten eben. Sie warteten ab.

Doch an diesem 17. Mai 1933 überstiegen die Sozialdemokraten den Gipfel ihrer schamlosen Abwartehaltung. Sie kamen aus dem Warten heraus. Hitler wollte im Reichstag, soviel wusste man, seine erste außenpolitische Rede halten und die Sozialdemokraten mussten entscheiden, ob sie dabei sitzen oder fernbleiben wollten. Nach einigem Hin und Her entschied sich die Mehrheit der Fraktion für den Verbleib. Vielleicht hofften sie ja, eine eigenen Erklärung abgeben zu können. Vergeblich.

Doch selbst als sie wussten, dass sie nur zustimmen konnten, gingen etwa die Hälfte hin zu dieser Sitzung und stimmten für Hitler. Sie unterstützten die neuen Reichsregierung - die Nazis - bei ihrem Vorhaben, Deutschland wieder kriegstauglich zu machen. Und der besagte Otto Wels verwies ausdrücklich darauf, dass er in in pucto außenpolitische Ziele mit Hitler d'accord ging. Als Göring bat: »Der Reichstag wolle beschließen: Der Deutsche Reichstag als die Vertretung des deutschen Volkes billigt die Erklärung der Reichsregierung und stellt sich in dieser für das Leben der Nation entscheidenden Schicksalsfrage der Gleichberechtigung des deutschen Volkes geschlossen hinter die Reichsregierung.« erhoben die Sozialdemokraten für Hitler die Hand.

Mit den Nazis zusammen stand die Sozialdemokraten auf vor dem Führer. Mit den Nazis zusammen klatschten die Sozialdemokraten Beifall. Mit den Nazis zusammen sangen die Sozialdemokraten das Deutschlandlied. Und so konnte Göring die Sitzung mit den Worten: »Die Welt hat gesehen, dass das deutsche Volk einig ist, wenn es sein Schicksal gilt.«

Diese Herren waren keine vaterlandslosen Gesellen - sie hatten ganz einfach kein Rückgrat.

So wie heute, wenn ihr Außenminister sich Muselmanen anbiedert und dabei seinen Antisemitismus offenbart oder die Sozialdemokraten noch mehr Mitglieder einer faschistischen Ideologie ins Land holen wollen und die Wahrheit über eben diese Ideologie ignorieren.

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2017
* Der Titel "Die Verheerung Europas" bezieht sich auf die Aufzeichnungen von Wilhelm Muehlon aus den ersten Tagen des Ersten Weltkriegs. Muehlon gehört zu den großen deutschen Intellektuellen, die heute praktisch vergessen sind. Sein Kriegstagebuch über den Zweiten Weltkrieg zählt zum besten und spannendsten, was über diese zweite europäische Katastrophe geschrieben wurde: Distanziert, zugleich beteiligt und immer mit einem Blick, den man sich für die heutige Zeit wünscht.
© Wolfgang Hebold
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